Deutlicher Rücksetzer für japanische Börse

Trotz der zuletzt angezogenen Ölpreise haben die Börsen in Japan und China am Dienstag nachgegeben.
16.08.2016 09:31
Ein Bus fährt vor der Tokyo Stock Exchange hindurch.
Ein Bus fährt vor der Tokyo Stock Exchange hindurch.
Bild: cash

In Tokio sanken vor allem Aktien, die stark von der Binnennachfrage abhängen. Zudem sei der Handel aufgrund der Ferienzeit insgesamt dünn, sagten Händler. In China schwächelten insbesondere Bankenwerte. Allerdings überwog der Pessimismus nicht an allen asiatischen Börsen: Der MSCI-Index für asiatische Märkte unter Ausschluss Japans stieg um 0,2 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit einem Jahr. So verzeichnete die Börse in Singapur ein Plus von 0,1 Prozent.

In Tokio ging der Nikkei um 1,6 Prozent tiefer mit 16.596 Punkten aus dem Handel. Kursverluste verbuchten etwa Immobilienfirmen und Nahrungsmittelhersteller. Marktteilnehmer sagten, wegen der jüngsten Yen-Aufwertung seien Anleger insgesamt vorsichtiger als in anderen Ländern.

Öl der Nordseesorte Brent notierte mit 48,04 Dollar je Barrel etwas leichter. Das war aber nicht weit unter dem Stand vom Montag, als der höchste Preis seit einem Monat erreicht worden war. Hintergrund waren Spekulationen auf eine Fördergrenze. Gestützt wurde der Anstieg von Aussagen des russischen Energieministers Alexander Nowak, sein Land verhandele mit Saudi-Arabien und anderen Ölproduzenten, um den Markt zu stabilisieren. Dies hatte bereits die US-Börsen angetrieben.

Am Devisenmarkt musste der Dollar heftig Federn lassen: Im Vergleich zum Euro fiel er um 0,55 Prozent und zum Yen sogar um mehr als ein Prozent. Hintergrund sind die jüngsten Daten von der US-Wirtschaft, die schwächer als erwartet ausfielen. Damit ist eine baldige Zinserhöhung durch die Fed unwahrscheinlich geworden, was den Dollar belastet.

(Reuters)