Deutsche Börsenprofis sehen nach Brexit schwarz

Das Brexit-Referendum trübt den Optimismus von Börsenprofis für die deutsche Konjunktur deutlich.
19.07.2016 11:25

Das Barometer für die Erwartungen in den nächsten sechs Monaten fiel im Juli um 26 Punkte auf minus 6,8 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit November 2012, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag unter Berufung auf seine Umfrage unter 220 Analysten und Anlegern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf plus 9,0 Punkte gerechnet. "Das Brexit-Votum hat die Finanzmarktexperten mehrheitlich überrascht", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Folgen des Votums für die deutsche Volkswirtschaft seien ungewiss.

Die ZEW-Daten sind der erste grössere Index für die deutsche Konjunktur seit dem Referendum Ende Juni. Die Briten haben in einer Volksabstimmung für einen Austritt aus der EU votiert. Ökonomen gehen davon aus, dass ein solcher Brexit die britische Wirtschaft an den Rand der Rezession bringen könnte. Auch die deutsche Konjunktur dürfte die Folgen dann spüren. So rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit einem kräftigen Rückgang der Exporte nach Grossbritannien.

(Reuters)