Deutsche Grossbank - Commerzbank mit herbem Verlust wegen Stellenabbau

Der Abbau Tausender Stellen hat die Commerzbank im zweiten Quartal noch tiefer als erwartet in die roten Zahlen gedrückt.
02.08.2017 07:35
Commerzbank-Filiale in Frankfurt.
Commerzbank-Filiale in Frankfurt.
Bild: cash

Unter dem Strich fiel ein Verlust von 637 Millionen Euro an nach einem Gewinn von neu ausgewiesenen 215 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Geldhaus am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die von der Bank selbst befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 556 Millionen Euro gerechnet.

Auch im Tagesgeschäft lief es schlechter: Der operative Gewinn sank von revidierten 351 Millionen auf 183 Millionen Euro. Analysten hatten hier ebenfalls mehr erwartet. Die Erträge - die gesamten Einnahmen - gingen von 2,24 Milliarden auf 2,07 Milliarden Euro zurück.

Die Commerzbank hatte bereits angedeutet, wie das Quartal gelaufen ist, als sie die Rechnung für den Stellenabbau präsentierte: Genau 807 Millionen Euro stellte das Institut für Abfindungen und andere Kosten zurück. Die teilverstaatlichte Commerzbank hatte im Herbst angekündigt, bis zum Jahr 2020 insgesamt 9600 Vollzeitstellen zu streichen; an ihren Filialen hält sie dagegen fest.

"Unsere harte Kernkapitalquote ist trotz Rückstellungen für Restrukturierung auf 13,0 Prozent gestiegen, und wir rechnen für das Gesamtjahr mit einem leicht positiven Konzernergebnis", erklärte Finanzchef Stephan Engels.

(AWP)