DevisenDie SNB steckt wohl nicht hinter der jüngsten Frankenschwäche

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steckt anders als von einigen Analysten vermutet offenbar nicht hinter der jüngsten Abwertung des Frankens.
07.08.2017 11:05
Für Schweizer seit Ende Juli etwas teurer geworden: die europäische Gemeinschaftswährung Euro.
Für Schweizer seit Ende Juli etwas teurer geworden: die europäische Gemeinschaftswährung Euro.
Bild: ZVG

Das geht aus am Montag veröffentlichten Daten zu den Sichteinlagen von Bund und Banken hervor. Sie gelten als Indikator für Interventionen der SNB. Die Notenbank druckt Franken und kauft damit andere Währungen wie Euro oder Dollar, um den Franken zu schwächen und somit die exportorientierte Wirtschaft zu stützen.

Der Franken hat seit der letzten Juli-Woche deutlich an Wert verloren. Der Euro legte im Gegenzug auf bis zu 1,1537 Franken zu. Einige Analysten hatten spekuliert, die SNB könnte nachgeholfen haben. Doch die wöchentlich erhobenen Sichteinlagen von Bund und Banken bei der Notenbank sanken in der vergangenen Woche leicht auf 578,6 von 579,1 Milliarden Franken.

Die ebenfalls am Montag veröffentlichten Devisenreserven stiegen im Juli zwar um knapp 21 Milliarden auf 714 Milliarden Franken. Grund dafür ist jedoch vor allem der schwache Franken, denn dadurch steigen die Fremdwährungsreserven bei der Umrechnung in die Landeswährung. Die SNB wollte sich dazu nicht äussern.

(Reuters)

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