Die Bank von England entzückt Asiens Anleger

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag nach der Zinssenkung in Grossbritannien überwiegend Gewinne verzeichnet.
05.08.2016 08:46
Blick auf das Finanzzentrum von Singapur
Blick auf das Finanzzentrum von Singapur
Bild: cash

Allerdings wagten sich die Anleger vor der Vorlage des US-Arbeitsmarktberichts nicht allzu weit aus der Deckung. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 1,1 Prozent höher. Die Tokioter Börse trat dagegen auf der Stelle. Hier herrschte weiterhin Enttäuschung über das Konjunkturprogramm der Regierung vor.

Der Tokioter Nikkei-Index schloss unverändert bei 16.254 Punkten und kommt damit auf ein Wochenminus von rund zwei Prozent. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,2 Prozent auf 1279 Zähler. Zulegen konnte Toyota mit einem Plus von rund drei Prozent. Der Autobauer hatte zwar am Vortag belastet durch den stärkeren Yen einen Gewinnrückgang für das abgelaufene Geschäftsjahr vermeldet und seine Prognosen gesenkt. Das Ergebnis fiel aber besser aus als von einigen Analysten befürchtet.

Stützend wirkte sich aus, dass die Bank von England am Donnerstag den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt und ihr Wertpapier-Ankaufprogramm ausgeweitet hatte. Zugleich kündigte sie an, alles nötige zu tun, um nach dem Brexit-Votum für einen britischen EU-Austritt für Stabilität der Wirtschaft zu sorgen. Das kam auch an den asiatischen Börsen gut an. Die Kurse in Hongkong und die südkoreanische Börse in Seoul legten zu. Der chinesische Markt in Shanghai tendierte wenig verändert.

Der Yen gab etwas nach, ein Dollar kostete 101,05 Yen. Investoren erhoffen sich von den Arbeitsmarktdaten aus den USA Hinweise, wie es mit der weltweit führenden Volkswirtschaft weitergeht. Sollten die Zahlen gut ausfallen, dürfte das Spekulationen schüren, dass die US-Notenbank Fed noch in diesem Jahr ihre Zinsen anheben könnte. Der Euro wurde kaum verändert zum späten New Yorker Handel mit 1,1138 Dollar gehandelt.

(Reuters)