Die drei Anlagestile der Stunde

Eine französische Grossbank verrät, mit welchen drei Anlagestilen sich an den Aktienmärkten in Zukunft Geld verdienen lässt. Und sie nennen Aktien, die allen drei Stilen gerecht werden.
21.02.2014 08:41
Von Lorenz Burkhalter
Exane BNP Paribas rechnet mit turbulenteren Zeiten an den Aktienmärkten.

Die Flut hebt alle Boote. So will es zumindest eine alte Börsenweisheit wissen. Doch nicht nur in New York, auch an den europäischen Aktienmärkten wird das Handelsgeschehen zusehends selektiver.

In einer Studie warnen die Strategen von Exane BNP Paribas ihre Anlagekundschaft davor, sich in ihrer Anlagepolitik zu sehr an der Vergangenheit zu orientieren. Über die vergangenen 12 Monate seien Anleger mit teuren und von geringer Qualität geprägten Aktien am besten gefahren. Allerdings sei mit diesem Anlagestil in absehbarer Zukunft kein Geld mehr zu verdienen.

Die Strategen setzen vielmehr auf Aktien von Unternehmen mit einem guten «Cash-Flow Momentum» oder «Gewinn Momentum» sowie auf «Substanzaktien». Solche Aktien seien in den Sektoren Bergbau, Medien, Gesundheit und Versorger zu finden.

Den Strategen zufolge gibt es in Europa sogar Aktien von Unternehmen, welchen allen drei Anlagestilen gerecht werden. Dazu zählen jene des Reifenherstellers Pirelli, des Detailhandelskonzerns Marks & Spencer, des Wettanbieters Ladbrokes und des Bezahlfernsehbetreibers BSkyB.

Börsenumfeld drängt zu Anpassungen beim Anlagestil

Nicht zuletzt aufgrund gestiegener Risiken sieht man bei Exane BNP Paribas einen gewissen Anpassungsbedarf beim Anlagestil. Die Berichterstattung für das vergangene Jahr sei in Europa bisher ziemlich ernüchternd ausgefallen. Europa habe mit ungünstigen Witterungsbedingungen und ihren wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen. Die Wirtschaft drohe in eine Rezession zu verfallen. Gleichzeitig habe sich die Situation in den Schwellenländern weiter eingetrübt.

In einem solchen Umfeld wie bis anhin auf teure Aktien von geringer Qualität und einer hohen Abhängigkeit von der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung zu setzen, sei mit gewaltigen Risiken verbunden. Den Strategen zufolge drängen sich Anpassungen deshalb geradezu auf.