Die schlimmsten Situationen für Job-Kandidaten

Unpünktlichkeit, Unfreundlichkeit, Desinteresse: Bei diesen Horror-Szenarien wird das Vorstellungsgespräch zur Tortur.
04.10.2013 14:24
Von Ivo Ruch
Eine Qual: Wenn sich der Interviewer unkooperativ verhält.

Ende August waren in der Schweiz 181'129 Personen auf Stellensuche, die Arbeitslosenquote betrug 3 Prozent. Im internationalen Vergleich ist das zwar ein tiefer Wert. Dennoch ist der Gang zum Vorstellungsgespräch für viele Stellensuchende kein einfacher, ist er doch oft mit Hoffnung und Respekt verbunden. Noch beschwerlicher wird er allerdings, wenn sich der Interviewer unkooperativ oder unfreundlich verhält.

Eine Idee davon, was in solchen Situationen passieren kann, gibt das englische Business-Portal "Here is the city" (HITC). Es stellt die neun übelsten Szenarien vor, denen man beim Job-Interview begegnen kann.

Pünktlichkeit sollte bei einem Vorstellungsgespräch selbstverständlich sein. Dementsprechend unhöflich ist es, wenn man Interview-Kandidaten warten lässt. "Ein Machtbeweis", nennt es HITC. Gar ein Grund zur Verschiebung des Termins ist es, wenn nicht die vereinbarte Person, sondern ein tiefer gestellter Mitarbeiter erscheint. Ebenso zeugt es von Respektlosigkeit und Faulheit, wenn das Gegenüber schlecht vorbereitet ist und beispielsweise den Lebenslauf nicht kennt.

«Du bist nicht wichtig»

Auch während des Gesprächs können sich die Interviewer als äusserst unanständig hervortun. Wer SMS schreibt, gar Anrufe entgegennimmt oder nicht aufmerksam zuhört, impliziert dem Gesprächspartner schlicht: "Du bist nicht wichtig." 

Ein ganz übles Verhalten des Interviewers ist, wenn er ständig auf seine Uhr blickt und so unnötige Eile in eine sonst schon spannungsreiche Situation bringt. Es ist auch ein Hinweis auf das aufgeblähte Selbstwertgefühl des Befragers und sein Willen, das Gespräch möglichst schnell zu beenden.

Bekommt man keine Getränke offeriert, sei es auch nur ein Glas Wasser, lässt das zwei Schlüsse auf den Interviewer zu: Entweder hat er eine schlechte Kinderstube gehabt - oder er ist im Unternehmen zu wenig wichtig, um selber Getränke offerieren zu können.

Das totale Erinnerungsvermögen gibt es nicht. Deshalb ist Skepsis angebracht, wenn sich der Interviewer während des gesamten Vorstellungsgesprächs keine Notizen macht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bewerbung keinen Erfolg haben wird, ist in diesem Fall grösser, als dass das Gegenüber mit einem Elefantenhirn gesegnet ist.

Auf jeden Fall ist solches Verhalten eines möglichen Vorgesetzten oft ein Hinweis darauf, dass man die Stelle nicht kriegt. Was im einen oder anderen Fall mit Blick auf den Interviewer auch besser ist.