Die Schweizer Börse tastet sich vor

Die Schweizer Börse legt am Dienstagmorgen leicht zu. Das Geschäft verlaufe in ruhigen Bahnen, sagen Händler.
06.09.2016 11:05
Am Dienstagmorgen an der Schweizer Börse ein Kauf: Luxusgüteraktien.
Am Dienstagmorgen an der Schweizer Börse ein Kauf: Luxusgüteraktien.
Bild: Bloomberg

Die Anleger vermissten Impulse, nachdem am Vortag die US-Börsen wegen des Labor-Day-Feiertags geschlossen waren. Die Aktien der Banken konsolidierten den jüngsten Anstieg und Anteile zyklischer Firmen würden dagegen tendenziell gesucht. Der SMI notiert um 11 Uhr mit 8326 Punkten um 0,2 Prozent fester. Am Montag war der Leitindex um 0,2 Prozent gestiegen.

Gefragt waren die zyklische Werte wie die Papiere der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, die um 0,8 und 1,1 Prozent höher bewertet werden. Zu den Gewinnern zählen auch die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB, der Personalvermittlers Adecco und des Zementriesen Lafarge-Holcim.

Titel aus dem Bereich der Nebenwerte wie Georg Fischer, Rieter, Autoneum, VAT und Oerlikon setzen den Aufwärtstrend fort.

Händler sagen, die vergleichsweise gute Entwicklung der mittelgrossen Industriewerte an der Börse sei Spiegel der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung der Schweiz. Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal überraschend stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent. In den ersten drei Monaten war die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,3 Prozent gewachsen. Positive Impulse kamen vom Aussenhandel sowie vom Staatskonsum. Ökonomen hatten im Schnitt einen BIP-Anstieg von 0,4 Prozent prognostiziert.

Syngenta nach Rating-Senkung unter Druck

Etwas schwächer sind die Aktien von Syngenta. Bernstein hat das Rating auf "Market perform" von "Outperform" gesenkt. Chem China verlängert ausserdem das 43 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot für den Pflanzenschutzkonzern zum dritten Mal. Die Kaufofferte gelte nun bis zum 8. November. Der chinesische Staatskonzern geht aber weiterhin davon aus, dass die Transaktion bis Ende des Jahres in trockenen Tüchern sei.

Die Anteile der grossen Banken Credit Suisse, UBS und Julius Bär schwächen sich ab. Die Papiere kleinerer Geldhäuser wie die der St. Galler Kantonalbank und von Valiant ziehen dagegen leicht an.

Meist gut gehalten sind die Versicherungstitel. Helvetia steigen am Tag nach der Veröffentlichung des Halbjahresberichts 1,3 Prozent.

Die Anteile der als krisenresistent geltenden Schwergewichte aus dem Pharmabereich Novartis und Roche und der Lebensmitteltitel Nestlé verbuchen kleinere Terraingewinne.

Straumann nach Citi-Empfehlung im Verkauf

Am breiten Markt stechen die Aktien von Straumann mit einem Abschlag von 1,8 Prozent hervor. Citi hat die Abdeckung mit dem Rating "Sell" gestartet.

Huber+Suhner bröckeln leicht ab, nachdem Research Partners das Rating von "Kaufen" auf "Halten" gestutzt hat.

(Reuters/cash)