Diese Aktie steht in den Startlöchern

Die Turbulenzen in den Schwellenländern haben einer Schweizer Aktie besonders stark zugesetzt. Nun steht sie allerdings in den Startlöchern für eine Aufholjagd gegenüber der Konkurrenz.
07.02.2014 08:28
Von Lorenz Burkhalter
Die Aktie von Holcim verfügt gegenüber anderen europäischen Zementaktien über Nachholbedarf.
Die Aktie von Holcim verfügt gegenüber anderen europäischen Zementaktien über Nachholbedarf.
Bild: Bloomberg

Noch bis vor wenigen Monaten galt die Aktie von Holcim bei den europäischen Zementproduzenten als Mass aller Dinge. Nicht zuletzt aufgrund des hohen Ergebnisbeitrags aus den Schwellenländern, sind diese beim Unternehmen doch für knapp zwei Drittel des Jahresumsatzes verantwortlich.

Es überrascht deshalb kaum, dass die Währungsturbulenzen in den Schwellenländern der Aktie über die vergangenen Wochen besonders stark zugesetzt haben. Nun steht sie jedoch in den Startlöchern, um spätestens nach der Jahresergebnispräsentation zu den anderen europäischen Mitbewerbern aufzuschliessen.

Aktie gilt als stark zurückgeblieben

Die Aktie von Holcim schnitt über die letzten zwei Jahre deutlich schlechter als die der beiden europäischen Erzrivalen Lafarge und HeidelbergCement ab. Während die Aktie von Lafarge um 45 Prozent nach oben kletterte, gewann jene von HeidelbergCement immerhin gut 28 Prozent. Die von
Holcim blieb mit einem Plus von knapp 13 Prozent abgeschlagen dahinter zurück.

In den letzten Wochen erwies sich beim Ostschweizer Zementproduzenten vor allem die Angst vor einer drohenden Enttäuschung anlässlich der Jahresergebnispräsentation vom 26. Februar als bremsend. In Anbetracht des hohen Umsatzbeitrags aus den Schwellenländern, insbesondere aus Indien, ist diese Angst nicht ganz unbegründet. Die in den letzten Jahren eingeleiteten Kosteneinspar- und Effizienzverbesserungsinitiativen sollten die von diesen Regionen ausgehenden Turbulenzen jedoch weitestgehend auffangen können. Und auch die Neuausrichtung der Geschäftsaktivitäten in Indien verspricht Besserung.

Das am Donnerstag vom deutschen Konkurrenten HeidelbergCement veröffentlichte Jahresergebnis verfehlte die Markterwartungen nur knapp. Die von einigen Analysten befürchtete Enttäuschung blieb aus. Die Wogen glättete allerdings vor allem der von den Firmenverantwortlichen für das laufende Jahr abgegebene Ausblick, welcher von Zuversicht geprägt ist. Vermutlich hauen die Verantwortlichen von Holcim anlässlich der Jahresergebnispräsentation von Ende Monat mit ihrem Ausblick in dieselbe Kerbe.