Diese Ferienländer sind 2013 günstiger geworden

In den ersten drei Monaten des Jahres haben sich einige Währungen gegenüber dem Franken deutlich verändert. Wo Schweizer jetzt billiger Ferien machen – und wo sie tiefer in die Tasche greifen müssen.
02.04.2013 03:36
Von Pascal Meisser
Südafrika ist für Schweizer Touristen billiger geworden.
Südafrika ist für Schweizer Touristen billiger geworden.
Bild: iNg

Die schlechte Nachricht vorweg: Die Preise für die Hauptreiseländer im Dollarraum und in Europa haben sich im ersten Quartal des Jahres nicht zugunsten der Schweizer Touristen verändert. Trips über den Atlantik in die Vereinigten Staaten sind heute fast 4 Prozent teurer geworden, und bei europäischen Destinationen schlägt ein Aufschlag von fast 1 Prozent zu Buche.

Besser im Rennen liegt eine andere Übersee-Destination, die bei den Schweizern gerade dieses Jahr äusserst beliebt ist. Der Kanada-Dollar hat sich über 1 Prozent abgeschwächt.

Das günstigste Land: Venezuela

Andere Länder haben regelrechte Discounts erfahren. An der Spitze der günstiger gewordenen Destinationen steht Venezuela. Deren Landeswährung hat sich in den letzten Wochen um fast 30 Prozent verbilligt. Hugo Chavez hatte kurz vor seinem Tod den Bolivar massiv abgewertet.

Über eine schwächere Landeswährung können sich auch Afrika-Reisende freuen. Der malawische Kwacha ist 14 Prozent günstiger geworden, aber auch die untereinander gebundenen Währungen von Südafrika, Namibia, Lesotho und Swaziland sind fast 5 Prozent gegenüber dem Franken gefallen. Grund für diese Abwertung ist eine hohe Inflation. Zudem belastet das schwache Wachstum und die schlechte Energieversorgung im Land das Investorenvertrauen.

Die teuren Länder: Luxuspreisinsel Seychellen

Einige Länder sind seit Januar für Schweizer deutlich teurer geworden. So zum Beispiel die Luxusferieninsel Seychellen. Aufwertung: 16 Prozent gegen den Franken. Doch obwohl die Rupie seit November 2008 eine frei konvertierbare Währung ist, wird auf der Insel sehr oft mit Euro oder Dollar bezahlt.

Auf Pauschalreisende wirkt sich diese Kursveränderung nicht aus. „Reiseveranstalter machen die Verträge mit den Leistungsträgern nicht in der Lokalwährung. Veränderungen der Lokalwährung haben keinen Einfluss auf unsere Preise“, sagt Hotelplan-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir.

Deutlich teurer geworden sind hingegen Reisen in zwei andere beliebte Ferienländer. In Thailand und Mexiko hat sich die lokale Währung um über 8 Prozent aufgewertet.
 

Hier reist der Schweizer günstiger
 

Land Währung Abwertung seit Januar
Venezuela Bolivar -29%
Malawi Kwacha -14%
Südafrika Rand -5%
Namibia Dollar -5%
Swaziland Lilangeni -5%

 

Hier reist der Schweizer teurer
 

Land Währung Aufwertung seit Januar
Seychelles Rupie 16%
Mauretanien Ougujya 13%
Paraguay Guarani 10%
Thailand Baht 9%
Mexiko Peso 9%

Quelle: Bloomberg, 28. März 2013