Diese Wachstumsaktie bietet Kaufgelegenheiten

Noch bis vor wenigen Monaten standen die Aktien dieses Genfer Unternehmens hoch in der Gunst der Anleger. Aufgrund intakter Wachstumsaussichten bietet der seither beobachtete Rückschlag Kaufgelegenheiten.
22.10.2013 08:54
Von Lorenz Burkhalter
Vermutlich kann SGS die erhitzten Gemüter am kommenden Donnerstag beruhigen. Der Aktie dürfte das Auftrieb verleihen.

Schon seit Monaten fristet die Aktie des Genfer Warenprüfkonzerns SGS ein Mauerblümchen-Dasein. Dem war allerdings nicht immer so: Alleine zwischen August 2011 und März dieses Jahres verdoppelte sich der Börsenwert des Unternehmens.

Für Unbehagen sorgt der Abschwung in der Bergbauindustrie. SGS erzielt gut 16 Prozent des Jahresumsatzes mit Kunden aus diesem Geschäftszweig. Da das Unternehmen prinzipiell keine Neunmonatszahlen vorlegt, ist unklar, ob und wie stark dieser Abschwung in die Geschäftsentwicklung Einzug gehalten hat.

Investorentag sollte die Gemüter beruhigen

Die beiden Erzrivalen Bureau Veritas und Intertek liessen unlängst durchblicken, dass sie unter dem Abschwung in der Bergbauindustrie leiden. Dank der vorteilhaften geografischen Ausrichtung auf Regionen wie Australien, Südafrika sowie Nord- und Südamerika sollte SGS jedoch mit einem blauen Auge davon kommen.

Unsicherheit ging für die Warenprüfindustrie bis zuletzt auch vom politischen Schlagabtausch um die Schuldenobergrenze in den USA aus. Analysten zufolge dürfte die vorübergehende Schliessung gewisser staatlicher Stellen ebenfalls Spuren in der Geschäftsentwicklung hinterlassen haben.

Wichtige Anhaltspunkte erhofft man sich vom für den kommenden Donnerstag angesetzten diesjährigen Investorentag. Die Chancen stehen gut, dass die Firmenverantwortlichen die erhitzten Gemüter der Anleger beruhigen können. Dank den in den vergangenen Jahren eingeleiteten Wachstumsinitiativen haben sie einen wichtigen Trumpf im Ärmel.

Wies die Aktie von SGS in der Vergangenheit einen Bewertungsaufschlag von 10 bis 20 Prozent gegenüber vergleichbaren Anbietern wie Bureau Veritas und Intertek auf, so wird sie mittlerweile mit einem Bewertungsabschlag von 10 Prozent gehandelt. Da das Genfer Unternehmen jedoch besser als die beiden Erzrivalen aufgestellt ist und die langfristigen Wachstumsaussichten intakt sind, bieten sich günstige Kaufgelegenheiten. Zudem winken den Aktionären in Zukunft höhere Dividenden oder gar ein Aktienrückkaufprogramm.