An diesen Börsen gibts die besten Renditen

Im ersten Quartal 2014 wurden Anleger belohnt, die auf bestimmte Sorgenländer der Euro-Zone gesetzt haben. Zum Einsteigen ists noch nicht zu spät.
01.04.2014 11:50
Von Pascal Meisser
Portugal gilt seit einiger Zeit als heisses Anlagethema (im Bild ein Tram im Zentrum Lissabons).
Portugal gilt seit einiger Zeit als heisses Anlagethema (im Bild ein Tram im Zentrum Lissabons).
Bild: Bloomberg

Wer im ersten Quartal des laufenden Jahres in portugiesische Aktien investiert hat, holte einen durchschnittlichen Gewinn von 15 Prozent heraus. Mit dieser Performance liegt der Leitindex Portugals in den Top Five der weltbesten Börsenplätzen. Noch höhere Kursgewinne konnten einzig in den asiatischen Schwellenländern und Bulgarien erzielt werden (siehe Tabelle) - allerdings können Privatanleger in diesen Märkten wegen der geringen Handelsliquidität kaum investieren.

Portugal gilt seit einiger Zeit als heisses Anlagethema. Das Land ist seit einiger Zeit gewissermassen der Musterschüler unter den europäischen Krisenländern. Die Wirtschaft des Landes erholt sich weit besser als erwartet von der schweren Rezession, die das Land vor drei Jahren erfasst hatte. Die positive Dynamik hält auch 2014 an. So konnte das Land im März das Defizitziel deutlich unterbieten und im Mai wird es das Rettungsprogramm vermutlich beenden können. 

Griechische Börse weiterhin im Hoch

Aber auch andere Anleger sind für ihren Mut belohnt worden: Wer seit Januar in Griechenland oder Zypern investiert ist, hat eine durchschnittliche Rendite von 14 Prozent erwirtschaften können. Vor allem Griechenland hat sich in den letzten Jahren als Börsendurchstarter erwiesen. Der Athex 20 hat seit Sommer 2012 über 150 Prozent zugelegt, im gleichen Zeitraum haben die griechischen Staatsanleihen einen Ertrag von über 400 Prozent erzielt.

Professionelle Anleger setzen zum Beispiel auf Firmen, die nicht in Staatshand und somit unabhängig von politischen Entscheidungen sind. Dazu gehören etwa der Raffinerie-Betreiber Motor Oil Hellas, der Schmuck-und Accessoire-Designer Folli Follie oder der Mischkonzern Mytilineos Group (cash berichtete).

Von Direktanlagen absehen

Auch in Zypern deuten immer mehr Zeichen auf eine Normalisierung der Lage hin. So rechnet das Finanzministerium bereits 2015 mit einer Rückkehr zum Wachstum. Zudem hat Moody’s kürzlich den Ausblick für die Mittelmeerinsel von "negativ" auf "positiv" geändert. Dennoch bleiben in Zypern die Risiken für Anleger noch immer hoch. Vor allem der Bankensektor kämpft noch mit einer Unterkapitalisierung.

Privatanleger, die in Griechenland oder Portugal von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung ausgehen, können mittels börsenkotierten Indexfonds oder Zertifikaten daran partizipieren. Von Direktanlagen in Aktien ist wegen des höheren Risikos abzuraten. Gar keine Investitionsmöglichkeiten gibt es für den zypriotischen Markt – wegen der mangelnden Liquidität an der dortigen Börse.

(Mitarbeit: Frédéric Papp)

Ausgewählte Investitionsmöglichkeiten:

Land Name Valor Performance
Year-to-date
Performance
1 Jahr
Portugal Index-Zert. CoBa 3217452 +16 % +31 %
Griechenland ETF Lyxor 2843668 +12 % +57 %

Quelle: cash.ch / 31. März 2014

 

Beste Börsenplätze im ersten Quartal 2014

Börsenplatz Performance in %
DFM General Index (Dubai) 31
Jakarta Composite Index 22
Sofix Index (Bulgarien) 21
Ho Chi Minh Stock Index (Vietnam) 17
PSI 20 Index (Portugal) 15
Karachi 100 Index (Pakistan) 15
QE All Share Index (Katar) 15
Athex Composite (Griechenland) 14
EGX 30 Index (Ägypten) 14
General Market Index CSE (Zypern) 14

 

Schlechteste Börsenplätze im ersten Quartal 2014

Börsenplatz Performance in %
Nikkei 225 -8
Venezuela Stock Market Index -8
Budapest Stock Market Index -9
Nigeria Stock Exchange All Share -9
MSE Top 20 Index (Mongolei) -9
JSE Market Index (Südafrika) -10
Peru Lima General Index -10
OMX Riga (Lettland) -10
RTS Index (Russland) -15
Ukrainian Equities Index -17

Quelle: Bloomberg / Stand 31. März 2014