Dividende erhöht - Jungfraubahn erzielt 2016 weniger Gewinn

Die Jungfraubahn-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 nicht mehr ganz an das Rekordergebnis von 2015 anknüpfen können.
19.04.2017 07:55
Die Jungfraubahn mit Eiger und Mönch im Hintergrund.
Die Jungfraubahn mit Eiger und Mönch im Hintergrund.
Bild: ZVG

Der Betriebsertrag ging um 3,7% auf 169 Mio CHF zurück, wie das Bahnunternehmen am Mittwoch schreibt. Unter dem Strich resultierte ein um 14,7% tieferer Reingewinn von 30,9 Mio CHF. Der Generalversammlung wird dennoch die Ausschüttung einer erhöhten Dividende von 2,10 CHF je Aktie nach 2,00 CHF im Vorjahr vorgeschlagen.

Mit diesen Zahlen hat die Gesellschaft die Schätzungen der Analysten in etwa getroffen. Die Experten von Research Partners und Vontobel hatten im Vorfeld mit einem Betriebsertrag von 169 Mio bzw. 168 Mio CHF, und einem Reingewinn von 30 bzw. 28 Mio gerechnet.

Bereits Anfang März hatte die Jungfraubahn einen im Vorjahresvergleich um 6% tieferen Verkehrsertrag von 126 Mio CHF gemeldet. Auf dem Jungfraujoch gingen die Besucherzahlen gegenüber dem Rekordjahr 2015 um 9% zurück, mit 916'500 Gästen lagen sie wieder unterhalb der Millionengrenze.

«Eiger-Express» im Idealfall per Ende 2019 offen

Im Geschäftsfeld Jungfraujoch-Top of Europe sank der Verkehrsertrag um 7,6% auf 100,3 Mio CHF. Im Segment Wintersport gingen die Einnahmen gar um 11% auf 19,6 Mio zurück. Bei den Erlebnisbergen, die den Verkehr auf den Harder Kulm, nach First und Winteregg-Mürren umfassen, wuchs der Verkehrsertrag dagegen um 17% auf 13,3 Mio CHF.

2016 investierte das Unternehmen rund 50 Mio CHF, wovon ein Grossteil im Rahmen des Projekts V-Bahn eingesetzt wurde. Bis Ende 2016 wurden damit bereits über 100 Mio CHF für das Grossprojekt ausgegeben, in welches die Jungfraubahn-Gruppe insgesamt 300 Mio investieren will. Es sei das Ziel "bei optimalem Verfahrensablauf" den "Eiger- Express" als Teil des Gesamtprojekts per Ende 2019 eröffnen zu können, heisst es dazu.

Der Start ins laufende Jahr scheint dem Bahnunternehmen geglückt zu sein. So hätten die Besucherfrequenzen auf dem Jungfraujoch per 15. April gegenüber dem Vorjahr um 25,9% zugenommen und lägen damit auch über dem Rekordjahr 2015, heisst es in der Meldung. Im Wintergeschäft verringerten sich die Ski-Eintritte in der Saison 2016/17 gegenüber der Vorsaison dagegen um 8,1%.

(AWP)