Dividende erhöht - Swiss Life übertrifft die Gewinnprognose

Die Swiss Life hat im Geschäftsjahr 2016 zwar weniger an Prämien eingenommen, unter dem Strich aber mehr verdient. Mit den Kennzahlen hat die Swiss Life die Marktvorgaben auf allen Ebenen übertroffen.
03.03.2017 07:24
Das Logo von Swiss-Life am Hauptsitz.
Das Logo von Swiss-Life am Hauptsitz.
Bild: ZVG

Der Reingewinn nahm um 5 Prozent auf 926 Millionen Franken zu, während der Betriebsgewinn um ebensoviel auf 1,40 Milliarden in die Höhe geklettert ist, wie der Lebensversicherer am Freitag mitteilt. Das Geschäftsvolumen hat derweil - teils gewollt - um 8 Prozent auf 17,4 Milliarden abgenommen. Dies sei vor allem auf die Fokussierung auf Profitabilität und Kapitaleffizienz zurückzuführen, heisst es.

Treiber der Gewinnentwicklung ist denn auch der Ausbau des gebührenbasierten Geschäfts, wo die Swiss Life den Betriebsgewinn um 14 Prozent auf 396 Millionen Franken gesteigert hatte. Und zudem gelang es, mit den Kapitalanlagen in einem schwierigen Finanzmarktumfeld die direkte Anlagerendite vom Vorjahr bei 3,0 Prozent zu verteidigen; die Nettoanlagerendite ging derweil auf 3,4 Prozent von 3,7 Prozent im Vorjahr zurück.

Bei allen Kennzahlen besser als Prognose

Das Eigenkapital nahm per Jahresende um 12 Prozent auf 13,7 Milliarden zu, und die um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigte Eigenkapitalrendite lag mit 9,8 Prozent (VJ: 9,7 Prozent) weiterhin in der Zielbandbreite von 8 Prozent bis 10 Prozent. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer auf 11,00 von 8,50 Franken je Titel erhöhten Dividende vor.

Die Analysten hatten im Vorfeld im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Reingewinn von 914 Millionen Franken und einen Betriebsgewinn von 1,37 Milliarden erwartet. Das Eigenkapital wurde auf 13,2 Milliarden und die Dividendenausschüttung auf 10,67 Franken/Aktie geschätzt.

"Unsere starke operative Leistung ist Beleg dafür, dass wir unsere Profitabilität in einem anspruchsvollen Umfeld weiter steigern und unsere Pläne im Rahmen der Unternehmensstrategie 'Swiss Life 2018' umsetzen", zeigt sich CEO Patrick Frost in der Mitteilung erfreut über die Geschäftsentwicklung. Beleg dafür sei etwa die dank einer kapitaleffizienteren Zusammensetzung des Neugeschäfts, die darauf erzielte Marge von 2,1 Prozent (VJ 1,7 Prozent). Und im Kapitalmanagement bewegt sich die SST-Quote in dem mit Auflagen genehmigten internen Modell bei rund 160 Prozent.

Neuer CEO in Deutschland

Swiss Life hat zudem einen Nachfolger für Markus Leibundgut berufen, der ab dem 1. April zum CEO Swiss Life Schweiz ernannt worden ist. Jörg Arnold wird per 1. Juli neuer CEO Deutschland und Mitglied der Konzernleitung, wie es weiter heisst. Arnold ist derzeit bei der AXA-Gruppe in Paris Global Head of Savings, Retirement & Distribution.

Die Aktien der Swiss Life sind gut unterwegs. Seit vergangenem Juli haben die Titel kontinuierlich an Wert gewonnen und das Jahr 2016 mit einem Plus von beinahe 10 Prozent abgeschlossen. Und auch der Start ins neue Jahr ist der Swiss Life an der Börse geglückt: Seit Jahresbeginn kletterten die Titel um rund 11 Prozent in die Höhe und sind dabei bereits Ende Januar über die Schwelle von 300 Franken vorgerückt.

(cash/AWP)