DKSH im ersten Halbjahr mit höherem Umsatz

Der DKSH-Konzern hat im ersten Halbjahr in einem schwierigen Umfeld mehr Umsatz erzielt, unter dem Strich aber weniger verdient.
13.07.2016 07:23
Jörg Wolle ist seit 2002 Konzernchef von DKSH.
Jörg Wolle ist seit 2002 Konzernchef von DKSH.
Bild: ZVG

Konkret stieg der Umsatz um 2,3% auf 5,08 Milliarden Franken. Zu konstanten Wechselkursen hätte das Plus 3,8% betragen, wie es in der Mitteilung des Zürcher Konzerns heisst, der andere Unternehmen bei ihrer Expansion nach Asien unterstützt. Das organische Wachstum wird mit 3,5% angegeben.

Weniger gut sieht das operative Ergebnis aus. So nahm der EBIT um 2,7% auf 135,7 Mio Franken ab. Unter dem Strich resultierte ein 13% tieferer Gewinn nach Steuern von 91,7 Mio Franken und ein 19% geringerer Reingewinn (nach Minderheiten) von 89,7 Mio Franken.

Laut CEO Jörg Wolle sind die erzielten Ergebnisse "alles andere als selbstverständlich". Denn die Marktbedingungen in den konsumgüternahen Bereichen seien weiter schwierig gewesen. Laut der Mitteilung vermochte das Unternehmen jedoch den Rückgang in Thailand zu stoppen, der durch die politischen Verwerfungen ausgelöst wurde. Im "schwierigen Markt" Hongkong gebe es zudem erste Anzeichen von Verbesserungen. Wachstum sei in Vietnam, Myanmar, Laos und Kambodscha erreicht worden.

Erwartungen leicht übertroffen

Den EBIT-Rückgang erklärt das Unternehmen mit Vertragsanpassungen in der Geschäftseinheit Healthcare. Ohne diesen Effekt hätte laut den Angaben ein Wert über dem Vorjahr ausgewiesen werden können. Im Bereich Luxusgüter komme man mit den angekündigten straffen Massnahmen zudem voran, heisst es weiter. Konkretere Neuigkeiten zum vor einem Jahr angekündigten Verkauf der eigenen Uhrenfabriken gibt es nicht.

Mit den vorgelegten Zahlen hat DKSH die Erwartungen der Analysten abgesehen vom Reingewinn leicht übertroffen. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 5,03 Milliarden Franken, einem organischen Wachstum von 2,4%, einem EBIT von 131,0 Mio Franken sowie einem Reingewinn (nach Minderheiten) von 92,4 Mio Franken gerechnet.

Im Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt das Management vage. Aus heutiger Sicht sollte für 2016 und die Folgejahre wiederum ein Umsatz- und Gewinnwachstum erzielbar sein, heisst es dazu lediglich.

(AWP)