To-do-Liste für Anleger im September

An den Aktienmärkten gilt der September als schwieriger Monat. Eine amerikanische Grossbank sagt nun, wie sich aus Anlegersicht dennoch Geld verdienen lässt.
04.09.2014 08:34
Von Lorenz Burkhalter
Die Bank of America Merrill Lynch gibt Anlegern konkrete Handelsempfehlungen für den Monat September.

Nein, der September hat an den Aktienmärkten keinen guten Ruf. Er gilt aus Sicht der Anleger als der schwierigste Monat des ganzen Jahres. Und das nicht ohne Grund, wie ein Blick auf Börsenstatistiken verraten. In den vergangenen 60 Jahren büsste der amerikanische Dow Jones Industrial Index im September durchschnittlich 1,4 Prozent ein. Beim europäischen Stoxx 50 Index beträgt das durchschnittliche Minus seit 1987 sogar 2,8 Prozent.

Zumindest bei der Bank of America Merrill Lynch zeigt man sich davon allerdings nicht sonderlich beeindruckt. In einem Kommentar schreibt der für die amerikanische Grossbank tätige Chefstratege, wie sich Anleger in der Zeit bis zum Monatsende verhalten sollte. Die wichtigste Verhaltensregel lautet: Unbeirrt ein Grossteil des Vermögens in Aktien zu halten.

Basisszenario der Grossbank stimmt zuversichtlich

Dass der September aus Anlegersicht mit Risiken gespickt ist, stellt der Verfasser des Kommentars nicht in Abrede. Neben saisonalen Verhaltensmustern werden auch das auslaufende Rückkaufprogramm für amerikanische Staatsanleihen und verbriefte Hypotheken der US-Notenbank sowie erste Übertreibungen am heimischen Aktienmarkt als Gefahrenherde bezeichnet.

Dennoch wird den Anlagekunden bei der Bank of America Merrill Lynch in diesen Tagen zu folgenden Aktivitäten geraten:

  • Auf den Dollar setzen. Der Greenback biete eine der letzten unterbewerteten Anlagemöglichkeiten und profitiere von besseren Nachrichten aus der amerikanischen Wirtschaft sowie von steigenden Zinsen.
     
  • Aktien ganz klar übergewichten. Trotz zahlreichen Risiken sei an Aktien schlichtweg nicht vorbeizukommen. Denn die Barmittelbestände seien zu hoch, die Anleihenmärkte zu freundlich und die Angst vor einer Korrektur zu verbreitet.
     
  • Gewinne in den Schwellenländern mitnehmen. Der Kapitalzufluss sei zuletzt zu stark ausgefallen und der erstarkte Dollar werde diesen Märkten zu schaffen machen.
     
  • Risikoanlagen abbauen. Dies aber nur, falls der amerikanische Bankenindex oder der Deutsche Aktienindex (DAX) nicht bald auf neue Jahreshöchststände klettern oder aber die Gold-Unze auf unter 1200 Dollar fällt.
     
  • Volatilität kaufen. Das im Hinblick auf eine mögliche Korrektur an den Aktienmärkten, welche allerdings erst im Laufe des Oktobers, wenn nicht gar erst im November erwartet werde.