Dollar-Stärke dominiert die Börsen in Asien

Der Höhenflug des US-Dollars hat in Asien zu unterschiedlichem Anlegerverhalten geführt. In Japan stieg der Nikkei derweil auf den höchsten Stand seit Anfang Januar.
18.11.2016 08:23
Der starke Dollar hilft den japanischen Exportfirmen.
Der starke Dollar hilft den japanischen Exportfirmen.
Bild: Bloomberg

Der starke Dollar hat am Freitag den Aktienhandel in Fernost dominiert. Die US-Währung legte kräftig zu, weil Anleger nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten auf steigende Zinsen in den USA setzen. Der Höhenflug des Greenback führte in Asien vielerorts zu Kursverlusten.

Investoren zogen ihr Geld aus Schwellenländern ab, um es in den USA anzulegen. In Japan sorgte die Schwäche des Yen dagegen dafür, dass Exportwerte wie der VW -Rivale Toyota besonders gefragt waren. Bei ihnen lässt der Währungseffekt auf höhere Gewinne hoffen.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei 0,6 Prozent höher bei 17.967 Punkten - der höchste Stand seit seit Anfang Januar. Der MSCI-Index für Asien-Aktien ausserhalb Japans gab dagegen 0,3 Prozent nach.

Seit der Präsidentenwahl wetten viele Anleger darauf, dass die US-Wirtschaft unter Trump stärker wächst und die Zinsen steigen. Grund dafür ist die Erwartung, dass die Regierung Steuern senken und Ausgaben erhöhen wird. "Die USA haben die Globalisierung angeführt", sagte Masayuki Kichikawa, Chefstratege beim Finanzhaus Sumitomi Mitsui. Aber jetzt hätten die Wähler verlangt, dass die Talfahrt ihrer Löhne mit einer protektionistischen Handelspolitik gestoppt werde. "Das ist eine sehr, sehr grosser Trendwende." Zuletzt deuteten auch starke Konjunkturdaten auf Zinserhöhungen hin, die nach Andeutungen von US-Notenbankchefin Janet Yellen im Dezember kommen könnten.

Der schwächere Yen lässt japanische Exportprodukte auf dem Weltmarkt billiger werden. Zudem schlagen sich im Ausland erzielte Gewinne stärker in den Bilanzen nieder. Das führte bei Toyota zu einem Aufschlag von 2,7 Prozent, während die Aktien von Honda knapp ein Prozent zulegten.

Der Dollar verteuerte sich im Vergleich zur japanischen Währung um 0,6 Prozent auf 110,69 Yen. Der Euro gab um 0,2 Prozent auf 1,06 Dollar nach. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0688 und zum Dollar mit 1,0077. Der mexikanische Peso stabilisierte sich nach der Zinserhöhung der Zentralbank, die mit ihrer Massnahme die Talfahrt der Währung nach Trumps Wahl stoppen will.

(Reuters)