Dorma+Kaba enttäuscht die Anleger

Nach einem schlechter als erwarteten Ergebnis haben sich die Anleger von den Aktien von Dorma+Kaba getrennt.
07.09.2016 09:55
Riet Cadonau ist CEO von Dorma+Kaba.
Riet Cadonau ist CEO von Dorma+Kaba.
Bild: ZVG

Der Titel der Schliesstechnikfirma büsste am Mittwoch in einem schwächeren Markt 5,1 Prozent auf 725 Franken ein.

Dorma+Kaba hat im vergangenen Geschäftsjahr 2015/16 (per Ende Juni) zwar die operative Marge auf 14,4 von 13,5 Prozent verbessert. Unter dem Strich sackte der Gewinn aber wegen Integrationskosten stärker als erwartet auf 117,2 von 186,6 Millionen Franken ab. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von rund 130 Millionen Franken gerechnet.

Die 2015 aus der Fusion der deutschen Dorma mit der Schweizer Kaba hervorgegangene Firma stellte ihren Aktionären eine unveränderte Dividende von zwölf Franken in Aussicht. Anleger hatten aber etwas mehr erwartet.

Die Integrationskosten seien höher als erwartet und auch im laufenden Geschäftsjahr dürften weitere Integrationskosten anfallen. "Die Konsensschätzungen haben daher einen leichten Revisionsbedarf nach unten", schrieb ZKB-Analyst Andreas Müller.

Der Umsatz des seit September 2015 fusionierten Unternehmens wuchs währungsbereinigt um 2,6% auf 2,30 Mrd CHF. Das organische Wachstum belief sich auf 2,3%, wie die Gruppe am Mittwoch mitteilt.

Die gegenüber Vorjahr gestiegene Profitabilität sei im Wesentlichen auf den positiven Geschäftsgang im Segment Access Solutions AMER in Nordamerika zurückzuführen sowie auf Effizienzsteigerungen und erste Kosteneinsparungen als Folge des Zusammenschlusses, schreibt Dorma+Kaba weiter. Die Umsetzung des Integrationsprozesses verlaufe planmässig und werde weiter vorangetrieben.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 rechnet das Management zu konstanten Wechselkursen mit einer organischen Wachstumsrate von rund 3%. Auf vergleichbarer Basis soll auch das EBITDA gesteigert werden. Dazu sollen vor allem die Synergien aus dem Zusammenschluss sowie ein höheres Umsatzvolumen beitragen. Weitere Integrationskosten, wie zum Beispiel für IT und Branding, würden dies jedoch kompensieren. Daher geht das Unternehmen von einer EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau aus.

Die Mittelfristziele eines organischen Wachstums zwischen 6% und 7% und einer EBITDA-Marge von 18% ab dem Jahr 2018/19 werden bestätigt.

(Reuters/AWP)