Dow Jones testet 18 000-Punkte-Marke

Die US-Aktienmärkte haben ihren Erholungskurs nach dem Brexit-Schock gebremst fortgesetzt und sind mit freundlicher Tendenz ins lange Feiertagswochenende gegangen.
01.07.2016 22:26
Anzeigetafel der Börse in New York.
Anzeigetafel der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

Am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen. Der Dow Jones Industrial überwand im New Yorker Vormittagshandel kurz die viel beachtete Marke von 18 000 Punkten und machte damit seine deutlichen Verluste nach dem Brexit-Votum nahezu komplett wett. Letztlich gewann er aber nur 0,11 Prozent auf 17 949,37 Punkte.

Am Donnerstag hatte der Leitindex 1,33 Prozent fester geschlossen und damit gerade noch so eine positive Monatsbilanz von 0,8 Prozent geschafft. Für das erste Halbjahr stand ein Plus von knapp 3 Prozent zu Buche.

Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag um 0,19 Prozent auf 2102,95 Zähler zu. Der technologiewertelastige Nasdaq 100 gewann 0,45 Prozent auf 4437,44 Punkte.

Micron enttäuscht

Der Brexit war an der Wall Street kein marktbeherrschendes Thema mehr. Stattdessen dominierten Unternehmensnachrichten und Konjunkturdaten das Geschehen.

Im Fokus standen vor allem die Halbleiter-Aktien, nachdem der Chiphersteller Micron Technology tiefer in die roten Zahlen gerutscht war als erwartet. Der Konzern sprach von einem herausfordernden Marktumfeld. Die Micron-Aktie selbst brach um mehr als 9 Prozent ein und zog andere Technologiefirmen mit runter: Die Aktien der Festplatten-Hersteller Western Digital und Seagate verloren zwischen 1 und 2 Prozent.

Dagegen standen die Aktien des Elektroauto-Herstellers Tesla mit 2 Prozent deutlich im Plus, obwohl es einen tödlichen Unfall mit dem Tesla-Autopiloten gegeben hatte. Nach Angaben von Tesla erkannte das Fahrassistenz-System einen Lastwagen-Anhänger nicht, der den Fahrweg kreuzte. Die amerikanische Verkehrsaufsicht NHTSA prüft nun, ob der "Autopilot" bei dem Crash korrekt funktionierte.

Der Euro hat sich im US-Handel über der Marke von 1,11 US-Dollar gehalten. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1130 Dollar gehandelt, nachdem sie im europäischen Mittagsgeschäft bis auf 1,1072 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1135 (Donnerstag: 1,1102) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8981 (0,9007) Euro. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gewannen 7/32 Punkte auf 101 21/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,44 Prozent.

(AWP)