Draghi hat Gewicht: Euro auf Talfahrt

Der Euro ist zum Dollar auf den tiefsten Stand seit Mitte März gefallen. Auslöser waren unter anderem Äusserungen von EZB-Präsident Mario Draghi. Zum Franken zeigt sich die Gemeinschaftswährung stabil.
21.10.2016 08:32
Der Euro leidet auch unter den Zins-Erwartungen an die amerikanische Zentralbank.
Der Euro leidet auch unter den Zins-Erwartungen an die amerikanische Zentralbank.
Bild: Pixabay

Der Euro hat am Freitag seine Verluste vom Donnerstag ausgeweitet. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,0896 USD und damit so wenig wie letztmalig Mitte März. Aktuell notiert der Euro bei 1,0906 USD. Das Währungspaar EUR/CHF steht im Vorabendvergleich nahezu unverändert auf 1,8050 (1,0849) CHF. Der US-Dollar wird aktuell zu 0,9948 nach 0,9929 CHF gehandelt.

Am Markt wurden zwei Gründe für die Euro-Schwäche genannt. Zum einen wurde auf den starken US-Dollar verwiesen, der von steigenden Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank profitiert. Zum anderen sei der Euro durch Äusserungen von EZB-Präsident Mario Draghi unter Druck gesetzt worden.

Obwohl sich Draghi nach der Zinssitzung vom Donnerstag mit konkreten Aussagen weitgehend zurückgehalten hatte, habe sich letztlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Geldschwemme der Notenbank wohl noch längere Zeit anhalten werde, lautet eine Begründung.

(AWP)