Dufry liegt in den Markterwartungen

Der Reisedetailhändler Dufry ist im Geschäftsjahr 2015 dank Übernahmen kräftig gewachsen, hat wegen Sonderkosten aber einen hohen Verlust geschrieben.
16.03.2016 07:08
Dufry-Laden am Flughafen in Newark.
Dufry-Laden am Flughafen in Newark.
Bild: cash

Der Umsatz stieg um 46% auf 6,14 Mrd CHF. Das organische Wachstum lag bei -5,3%. Bereinigt um die negativen Einflüsse von Russland und Brasilien hätte das Wachstum +4,0% betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bei World Duty Free (WDF) lag das organische Wachstum auf pro forma-Basis von August bis Dezember bei 9,6%.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA legte um 26% auf 724 Mio CHF zu. Unter dem Strich resultierte dagegen ein negatives Reinergebnis nach Minderheiten von -79,3 Mio CHF (VJ +51,6 Mio). Eine Dividende wird wie erwartet nicht gezahlt.

Unter Ausschluss der Einmalkosten im Zusammenhang mit den Grossübernahmen betrug der Reingewinn 292 Mio. Dies entspricht einem Cash-EPS von 6,38 CHF nach 6,60 CHF im Vorjahr. Der Bruttogewinn lag mit 3,57 Mrd um 58% über dem Vorjahreswert, was eine um 50 Basispunkte tiefere Bruttomarge von 58,2% ergibt.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Dufry die Markterwartungen weitgehend erfüllt. Die von AWP befragten Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 6'110 Mio CHF, einem Bruttogewinn von 3'574 und einem EBITDA von 733 Mio gerechnet. Beim Reinergebnis wurden -75 Mio erwartet.

Die Integration von Nuance sei bereits weitgehend abgeschlossen und für 2016 stehe die Realisierung der Synergien sowie die Integration von WDF im Fokus. 2015 seien bereits Synergien in Höhe von 34 Mio CHF von den insgesamt angestrebten 175 Mio CHF realisiert worden, heisst es weiter.

Für das laufende Jahr macht Dufry keine detaillierten Angaben. Insgesamt wird für 2015 von einem weltweiten Passagierwachstum von mehr als 6% ausgegangen. Dabei will Dufry mit verschiedenen Massnahmen das organische Wachstum beschleunigen.

(AWP)