Dufry schrammt an Gewinnprognosen vorbei

Der Reisedetailhändler Dufry hat im vergangenen Geschäftsjahr 2012 die Prognosen beim Umsatz erreicht, aber bei den Gewinnziffern verfehlt. Eine Dividende wird wie erwartet nicht gezahlt.
15.03.2013 08:15
Für 2013 sei der allgemeine Ausblick positiv.
Für 2013 sei der allgemeine Ausblick positiv.
Bild: ZVG

Der Reisedetailhändler Dufry hat im vergangenen Geschäftsjahr 2012 ein Umsatzplus von rund 20% auf 3,15 Mrd CHF erzielt. Der Bruttogewinn stieg um 21% auf 1,86 Mrd, der EBITDA um 28% auf 474,0 Mio. Unter dem Strich lag der Reingewinn nach Minderheiten um gut 9% höher bei 122,4 Mio, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Eine Dividende wird wie erwartet nicht gezahlt.

Mit den Zahlen hat Dufry die Erwartungen der Analysten nur beim Umsatz getroffen, die Gewinnziffern schrammten an den Prognosen vorbei. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz von 3,15 Mrd CHF, einen EBITDA von 481 Mio und einen Reingewinn nach Minderheiten von 157 Mio geschätzt.

Die Profitabilität wurde gesteigert. Die Bruttomarge stieg um 70 Basispunkte auf 58,9%, die EBITDA-Marge erreichte mit 15,0% ein neues Rekordniveau. Der Netto Cash Flow kletterte um rund 14% auf 382,5 Mio CHF.

Bei den einzelnen Regionen stagnierte einzig America II mit Brasilien. Nach Jahren des starken Wachstums wurde die Region von Wirtschaftsproblemen, einer Währungsabwertung sowie Kapazitätsbeschränkungen belastet. Alle anderen Regionen verzeichneten zweistelliges Wachstum.

Mit dem Ausblick gibt sich Dufry gewohnt vage. Die Strategie bleibe unverändert. "Wir fokussieren uns weiter auf profitables Wachstum und Cash-Generierung", wird CEO Julian Diaz in der Mitteilung zitiert. Der mittel- und langfristige Trend in der Branche bleibe intakt und auch die Konsolidierung gehe weiter. Man werde weiter aktiv nach Akquisitionsmöglichkeiten suchen.

Für 2013 sei der allgemeine Ausblick positiv, auch wenn es weltweit einzelne Regionen mit wirtschaftlichen Problemen gebe, so Diaz weiter. Derzeit werde ein Passagierwachstum von 5,5% erwartet. Auch wenn regional die Unterschiede bestehen bleiben dürften, sollte es doch in allen Regionen Wachstum geben.

(AWP)