Ehemalige Galenica - Vifor Pharma erfüllt Marktprognosen

Vifor Pharma hat das erste Geschäftsjahr als eigenständiges Unternehmen mit deutlichen Zuwächsen abgeschlossen. Umsatz und EBITDA wurden um mehr als 10 Prozent gesteigert.
15.03.2018 07:37
Verpackungsanlage bei Vifor Pharma in Genf.
Verpackungsanlage bei Vifor Pharma in Genf.
Bild: ZVG

Für 2017 weist Vifor laut Medienmitteilung vom Donnerstag einen Umsatz in Höhe von 1'342,1 Mio CHF aus, ein Plus von 15,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Gewinnseite weist Vifor beim EBITDA 280,4 Mio CHF aus (VJ 322,2 Mio). Berücksichtigt man die Kosten für die Lancierung und die Anlaufkosten für Veltassa in Höhe von 231,5 Mio im Jahr 2017 und 112,6 Mio CHF im Jahr 2016 nicht, erhöhte sich der EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 17,7% auf 511,8 Mio CHF.

Der operative Gewinn (EBIT) lag mit 134,3 Mio CHF unter dem Vorjahreswert von 236,4 Mio. Unter dem Strich blieb 2017 ein Gewinn nach Minderheiten von 1'147,1 Mio CHF übrig. Im Vorjahreszeitraum lag er bei 237,0 Mio CHF.

Erwartungen leicht übertroffen

Mit den vorgelegten Zahlen hat Vifor die durchschnittlichen Analystenerwartungen (AWP-Konsens) leicht übertroffen. Diese hatten einen Umsatz in Höhe von 1'340 Mio CHF erwartet, einen EBITDA von 269,0 Mio CHF und einen operativen Gewinn von 128,5 Mio CHF.

Den Aktionären stellt Vifor laut Geschäftsbericht für 2018 und 2019 eine Ausschüttung auf dem Niveau von 2017 in Aussicht. Für das vergangene Jahr hatte Vifor 2,00 CHF je Namenaktie gezahlt. Darin ist der Aktiensplit von 1:10 bereits berücksichtigt.

Mit Blick auf die verschiedenen Produkte, hat der Kaliumbinder Veltassa zur Behandlung überhöhter Kaliumwerten im Blut (Hyperkaliämie) im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsätze von 51,7 Mio CHF generiert. Zum Vergleich: Für das erste Halbjahr hatte Vifor einen Umsatz von 24,3 Mio CHF ausgewiesen. Mittelfristig plant Vifor, mit Veltassa Blockbuster-Umsätze zu erzielen. In der EU ist das Mittel seit Sommer 2017 zugelassen, in den USA seit 2015.

Eigene Ziele erreicht

Das Eisenpräparat Ferinject (Injectafer in den USA) hat den Nettoumsatz im vergangenen Jahr um annähernd ein Viertel auf 435,6 Mio CHF gesteigert. Damit habe Vifor seine eigene Prognose vom Sommer, ein Umsatzwachstum im mittleren 20%-Bereich zu erreichen, erfüllt. Ferinject sei der klare Haupttreiber des Gesamtmarktwachstums im Bereich der intravenösen (i.v.) Eisen-Behandlung.

Darüber hinaus hätten das Umsatzwachstum von Velphoro und Mircera in den Dialysezentren von Fresenius Medical Care Nordamerika (FMCNA) zu der operativen Performance 2017 massgeblich beigetragen. Für Velphoro weist Vifor einen Netto-Jahresumsatz von 80,8 Mio CHF aus nach 54,4 Mio im Jahr 2016. Mircera spülte 339,9 Mio CHF Nettoumsatz in die Kassen, nach 328,6 Mio im Vorjahreszeitraum.

In puncto Pipeline heisst es, die verschiedenen Programme, wie etwa die Phase-IV-Studie AFFIRM-AHF mit Ferinject oder die AMBER-Studie mit Veltassa für die Behandlung von Patienten mit resistenter Hypertonie liefen allesamt nach Plan.

Für die weitere Entwicklung bleibt Vifor bei seinem im Rahmen des "Milestone 2020"-Programms kommunizierten Ziel, bis dahin einen Umsatz von mehr als 2 Mrd CHF zu generieren. Gleichzeitig bleibe es bei dem Ziel, den EBITDA bis 2020 jedes Jahr um mehr als 20% zu erhöhen.

(AWP)

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