Ein Aktien-Strauss fürs zweite Halbjahr

Eine französische Grossbank nennt ihre heissen Kauftipps für die zweite Jahreshälfte. Auf die Liste schafft es auch die Aktie eines Schweizer Unternehmens.
04.08.2014 08:12
Von Lorenz Burkhalter
Die Experten von Exane BNP Paribas finden sichtlich Gefallen an der Inhaberaktie der Swatch Group.

Das zweite Halbjahr ist mittlerweile zwar schon gut einen Monat alt. Dennoch kommuniziert Exane BNP Paribas erst jetzt ihre europäischen Schlüsselkaufempfehlungen für die zweite Jahreshälfte.

In Erwartung eines moderat besseren Wirtschaftsumfelds und eines anhaltend schwachen Euros setzen die Strategen der französischen Grossbank auf Aktien von Unternehmen mit einem hohen Ergebnisbeitrag aus den Schwellenländern und einer guten Substanz. Aus Schweizer Sicht schafft es nur gerade die Swatch Group auf die 17 Aktien starke Liste. Darüber hinaus setzt sie sich aus Adidas, Aéroport de Paris, Airbus Group, BSkyB, Bureau Veritas, Eiffage, Grifols, L'Oréal, Pirelli, Publicis, Rio Tinto, Smith & Nephew, Sports Direct, Standard Life, Vinci und Zodiac Aerospace zusammen.

Grössere Anpassungen nach den ersten sieben Monaten

Die Experten räumen selber ein, dass sie mit ihrer Liste im bisherigen Jahresverlauf nicht sonderlich gut gelegen sind. Da andere Sektoren in der Anlegergunst gestanden hätten, sei die Entwicklung des Eurostoxx-50-Index um 3,6 Prozent verfehlt worden. Auch einige Einzelwetten wie Adidas, Edenred und Jeronimo Martins seien nicht aufgegangen. Deshalb wurden die Aktien von Fresenius, Kingfisher und Jeronimo Martins im Hinblick auf den weiteren Jahresverlauf durch Grifols, Smith & Nephew und Zodiac Aerospace ersetzt.

Eines haben die meisten der auf der Liste der Schlüsselempfehlungen geführten Unternehmen gemeinsam: Sie alle profitieren von einem anhaltend schwachen Euro. Nach dem Rückschlag der Einheitswährung von 1,40 auf unter 1,35 Dollar prognostiziert Exane BNP Paribas bis Ende Jahr einen Rückschlag auf 1,20 Dollar. Die französische Grossbank begründet dies mit der steigenden Zinsdifferenz zwischen den beiden Kontinenten sowie dem anziehenden Geldmengenwachstum in Europa.

Im Gegenzug zeigen sich die Strategen zunehmend vorsichtig, was die Belebung des Konsums in Europa anbetrifft. Auch der zunehmende Wettbewerb werde bei vielen Unternehmen Spuren in der Geschäftsentwicklung hinterlassen. Die Experten setzen daher auf Aktien von Firmen mit einer hohen Abhängigkeit vom Konsum in den Schwellenländern.