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Eine Aktie, die den Kurslift nach oben nimmt

Der einstige Börsenliebling Schindler ist bei den Anlegern in Ungnade gefallen. Der neue Konzernchef dürfte dem Titel aber schon bald wieder Schub nach oben verleihen.
20.02.2014 12:12
Von Lorenz Burkhalter
Unter dem neuen CEO sollten die Valoren von Schindler vermehrt wieder Beachtung finden.
Unter dem neuen CEO sollten die Valoren von Schindler vermehrt wieder Beachtung finden.
Bild: ZVG

Wie schnell man als gefeierter Börsenstar in Ungnade fallen kann, musste Schindler am eigenen Leib erfahren. Mehrere Ergebnisenttäuschungen und Gewinnwarnungen in Folge haben das Vertrauen der Anleger erschüttert und tiefe Spuren in der Kursentwicklung hinterlassen.

Und auch der am letzten Freitag für das vergangene Jahr veröffentlichte Zahlenkranz ist kein Ruhmesblatt. Von Sonderfaktoren überschattet, blieb das Ergebnis auf den Stufen operativer Gewinn und Konzerngewinn hinter den Markterwartungen zurück.

Dasselbe gilt für den Ausblick, obschon der in Hergiswil beheimatete Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen den Umsatz im laufenden Jahr zu konstanten Wechselkursen um 6 bis 8 Prozent steigern will. Analysten hatten sich im Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung auf ein leicht höheres organisches Wachstum eingestellt.

Es gibt allerdings gute Gründe, weshalb Aktie und Partizipationsschein von Schindler schon einmal zur alten Stärke zurückfinden könnten.

Neuer CEO kommt bei Analysten gut an

Zum Jahreswechsel überliess Jürgen Tringgren seinem Nachfolger Silvio Napoli den Chefsessel. Während Tringgren an der Analystenkonferenz vom vergangenen Freitagnachmittag über das vergangene Jahr berichtete, gab Napoli Aussagen zum Ausblick ab. Bei seinem ersten Auftritt vor Analysten scheint der neue CEO gut angekommen zu sein.

Bei der UBS heisst es, Napoli verfüge über einen beeindruckenden internationalen Leistungsausweis und habe einen überzeugenden, professionellen und glaubwürdigen Eindruck hinterlassen. Schindler habe die richtige Person gefunden, um die nächsten strategischen Schritte einzuleiten. Auch bei Helvea in Genf äusserte man sich im Anschluss an die Analystenkonferenz positiv über den neuen CEO.

Investitionen vergangener Tage dürften sich ausbezahlt machen

Über die letzten Jahre baute Schindler die Präsenz in den Schwellenländern grundlegend aus und nahm dafür viel Geld in die Hände. Alleine im Schlüsselmarkt China ist das Unternehmen mittlerweile in vier von fünf Städten mit zwei Millionen Einwohnern oder mehr vertreten. Bis Ende 2016 soll die Anzahl Vertretungen in der Volksrepublik von aktuell 75 auf 100 steigen.

Früher oder später dürften sich die Investitionen vergangener Tage auch für die Aktionäre von Schindler ausbezahlt machen. Anhand des Zahlenkranzes vom letzten Freitag lässt sich ableiten, dass die Margenentwicklung ihre Talsohle schon gegen Ende des dritten Quartals letzten Jahres durchschritten hat. Ein geringerer Investitionsbedarf und tiefere Restrukturierungskosten lassen ab dem laufenden Jahr eine weitere Entspannung bei den Margen erwarten.

Alleine schon das davon ausgehende Gewinnsteigerungspotenzial verspricht der Aktie und dem Partizipationsschein von Schindler eine Kurserholung.