Eingetrübter Schweizer Aussenhandel

Die Schweizer Firmen haben im November Waren im Wert von 18,8 Milliarden exportiert. Das ist zwar leicht mehr als im Vorjahresmonat. Doch hatte der November auch einen Arbeitstag mehr.
20.12.2016 08:27
Bei Schweizer Uhren betrug der Exportrückgang rund 10 Prozent.
Bei Schweizer Uhren betrug der Exportrückgang rund 10 Prozent.
Bild: cash

Der Schweizer Aussenhandel hat sich im November eingetrübt. Die Exporte legten nominal zwar um 2,5 Prozent auf 18,8 Mrd CHF zu, arbeitstagbereinigt - der November 2016 umfasste einen Tag mehr als der Vorjahresmonat - waren es allerdings 2,1 Prozent weniger (real: -3,7 Prozent).

Die Importe sanken nominal um 0,4 Prozent auf 15,2 Mrd CHF, bereinigt um einen Arbeitstag waren es hier -4,9 Prozent (real: -6,1 Prozent). In der Handelsbilanz resultierte damit ein hoher Überschuss von 3,6 Mrd CHF, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.

Auf saisonbereinigter Basis (gegenüber dem Vormonat) bildeten sich die Exporte um 3,1 Prozent zurück (real: -0,4 Prozent), bei den Einfuhren lag das Minus bei 4,6 Prozent (real: -4,2 Prozent).

Der Berichtsmonat präsentierte (arbeitstagbereinigt) laut EZV bei den Branchen eine grosse Bandbreite von -23 Prozent (Fahrzeuge; Flugzeuge) bis zu +15 Prozent (Textilien, Bekleidung und Schuhe; Rücksendungen). Während die beiden exportgrössten Sparten (Chemie/Pharma, Maschinen(Elektronik) mehr oder weniger stagnierten, sanken die Ausfuhren von Uhren und damit der drittgrössten Warengruppe um fast einen Zehntel.

Abgesehen von Nordamerika (+1 Prozent) reduzierten sich den Angaben zufolge die Exporte nach allen bedeutenden Kontinenten. Um 3 Prozent sanken die Ausfuhren nach Europa (EU: -4 Prozent), bedingt durch rückläufige Pharma-Verkäufe in Österreich (-33 Prozent) und in Grossbritannien (-14 Prozent), bei letzterem hätten dabei auch gesunkene Fahrzeuglieferungen eine Rolle gespielt.

Ferner gingen die Ausfuhren nach Frankreich um 8 Prozent zurück, während die die Exporte nach Belgien innert Jahresfrist um 18 Prozent zulegten. Der Absatz in Asien verringerte sich insgesamt um 1 Prozent. Stark gegensätzlich fiel hier das Exportgeschäft in Japan (-102 Mio) und China (+94 Mio) aus.

(SDA/AWP)