Einmaleffekt bringt Liechtensteiner VP Bank weniger Gewinn

Die VP Bank hat in den ersten sechs Monaten 2016 wie bereits angekündigt deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum.
30.08.2016 08:07
Die VP Bank will mehr Kundenberater anstellen.
Die VP Bank will mehr Kundenberater anstellen.
Bild: cash

Der Gewinn der Vorjahresperiode war jedoch durch einen positiven Einmaleffekt aus der Fusion mit der Centrum Bank beeinflusst. Das Institut will im Rahmen einer Rekrutierungsoffensive während der nächsten drei Jahre pro Jahr zusätzlich mindestens 25 neue Senior-Kundenbetreuer einstellen.

Die Liechtensteiner Bankengruppe erzielte in den ersten sechs Monaten 2016 einen Konzerngewinn von 24,4 Mio Franken. Im Vorjahr hatte dank eines positiven Einmaleffekts (25 Mio) aus der Fusion mit der Centrum Bank ein Gewinn 40,9 Mio resultiert. Unter Ausschluss dieses Einmaleffektes liege der Halbjahresgewinn 53 Prozent über dem Vorjahreswert, teilte das Institut am Dienstag mit.

Der Bruttoerfolg reduzierte sich auf 129,8 Mio von 172,5 Mio Franken Im Vorjahr. Unter Ausklammerung der Centrum-Effekte im übrigen Erfolg erhöhte sich der Bruttoerfolg allerdings um 7,3 Mio, wie es heisst.

Dabei steuerte der Erfolg aus dem Zinsengeschäft 49,5 Mio Franken und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahr bei. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank dagegen um 8 Prozent auf 60,7 Mio ab und der Handelserfolg reduzierte sich um 7 Prozent auf 17,7 Mio Franken.

Gleichzeitig sank der Geschäftsaufwand um 7,6 Prozent auf 89,4 Mio Franken. Diese Abnahme steht ganz im Zeichen der Centrum-Fusion und den entsprechenden einmaligen Aufwendungen im Vorjahr. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich somit auf 68,9 Prozent nach 59,4 Prozent im Vorjahr; mittelfristiges Ziel der Bank ist eine Ratio von unter 70 Prozent.

Bank will mehr Kundenberater

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe beliefen sich per 30. Juni 2016 auf 34,0 Mrd nach 34,8 Mrd per Ende 2015. Im Halbjahr flossen erneut Kundengelder von netto 0,2 Mrd ab, nachdem es im Vorjahr 0,5 Mrd gewesen waren. Während dabei in Europa vor dem Hintergrund des regulatorischen Umfeldes weiterhin Gelder abflossen, strömten in Asien und im Fondsbereich Gelder zu.

Auch im zweiten Halbjahr erwarte die Bank ein volatiles Marktumfeld, das sich auf den Geschäftsverlauf und das Ergebnis auswirken könne, schreibt das Institut zum Ausblick. Die Entwicklungen bezüglich Steuertransparenz und Informationsaustausch schritten weiter voran und hätten direkte Auswirkungen auf die Kunden und die Geschäftsbereiche der Gruppe sowie den Finanzplatz Liechtenstein.

"Um das organische Wachstum voranzutreiben, planen wir, im Rahmen einer Rekrutierungsoffensive während der nächsten drei Jahre pro Jahr zusätzlich mindestens 25 neue Senior-Kundenbetreuer anzustellen", sagt CEO Alfred Moeckli in der Medienmitteilung.

(AWP)