Elektronikgruppe - Carlo Gavazzi erhöht die Dividende

Die Elektronikgruppe Carlo Gavazzi ist im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016/17 gewachsen. Überproportional verbesserte sich der Gewinn, was in einer höheren Dividende resultiert.
22.06.2017 08:05
Die Niederlassung von Carlo Gavazzi in Malta.
Die Niederlassung von Carlo Gavazzi in Malta.
Bild: iNg

Dabei entwickelte sich der Auftragseingang stärker als der Umsatz. Überproportional verbesserte sich der Gewinn, was hauptsächlich auf einmalige Erträge aus einem positiven Schiedsentscheid sowie Wechselkursgewinne zurückzuführen ist. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten.

Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,0% auf 135,4 Mio CHF respektive um 3,9% in Lokalwährung, wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Gute Verkäufe in den Schlüsselmärkten und die Einführung neuer Produkte hätten zu diesem Wachstum geführt, heisst es. Der Auftragseingang erhöhte sich wiederum um 6,5% auf 137,7 Mio CHF. Daraus resultierte eine Book-to-Bill-Ratio von 1,02 (VJ fast 1).

Aufwand wegen Investitionen gestiegen

Der Betriebsaufwand nahm um 3,4% auf 60,1 Mio zu. Zurückzuführen ist dies auf höhere Investitionsausgaben für Forschung & Entwicklung und Marketing in Amerika und in der Region Asien-Pazifik.

Auf Stufe EBIT resultierte ein Plus von 16% auf 16,7 Mio, woraus sich eine Marge von 12,4% (VJ 11,0%) errechnet. Der Grund für diesen Anstieg war der positive Ausgang eines Schiedsverfahrens, was bekanntlich zu einem nicht-operativen, einmaligen ausserordentlichen Ertrag von 2,4 Mio führte.

Unter dem Strich ergab sich eine Steigerung des Reingewinns von knapp 40% auf 13,4 Mio. Dieser Anstieg ist gemäss Mitteilung hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: Erstens auf einen Wechselkursgewinn von 0,2 Mio gegenüber einem Wechselkursverlust von 0,7 Mio im Vorjahr und zweitens auf den bereits erwähnten Ertrag aus dem Schiedsverfahren. Ohne diese beiden Faktoren wären EBIT und Reingewinn "ungefähr" auf Vorjahreshöhe verharrt, schreibt die Gesellschaft.

Die Zahlen liegen deutlich über den Schätzungen der Analysten. Die ZKB respektive Research Partner hatten einen Umsatz von 134,2 Mio CHF respektive 133,3 Mio, ein EBIT von 14,0 Mio beziehungsweise 13,4 Mio sowie einen Gewinn von 11,1 Mio respektive 10,1 Mio erwartet.

Die Aktionäre sollen eine auf 15 CHF von 12 CHF erhöhte Dividende pro Inhaberaktie und von 3,00 CHF (VJ 2,40 CHF) pro Namenaktie erhalten.

Alle Regionen legen zu

In allen drei geografischen Regionen steigerte Carlo Gavazzi die Verkäufe in Lokalwährung. In Europa lag der Umsatz 3,1% über dem Vorjahresniveau. Geschuldet sei dies der guten Entwicklung bei der Industrieautomatisierung in Mittel- und Südeuropa sowie der höheren Aktivität im Energieeffizienzbereich in Skandinavien.

In Asien-Pazifik verbesserte sich der Absatz um 5,1%, was vor allem auf Fortschritte bei den Geschäftsentwicklungsprogrammen in China zurückzuführen sei, schreibt Carlo Gavazzi. In Nordamerika erhöhte sich der Umsatz um 5,9% hauptsächlich wegen den Vertriebsprogrammen im Bereich Industrieautomatisierung.

Insgesamt trug Europa 66,1% zum Umsatz bei. Allerdings habe sich die geografische Umsatzverteilung ausserhalb Europas weiter verbreitet, schreibt die Gesellschaft. Nordamerika trug 19,9% und Asien-Pazifik 14,0% zum Ertrag bei.

Für das laufende Geschäftsjahr gibt Gavazzi in der Mitteilung keine detaillierte Guidance. Die Weltwirtschaft habe wieder an Schwung gewonnen, insbesondere in den Schwellenländern, aber auch in den Industriestaaten haben sich die Konjunkturaussichten aufgehellt, heisst es lediglich. Die Gruppe nehme die attraktiven Wachstumschancen in den Hauptmärkten wahr, insbesondere ausserhalb Europas, und baue ihr Produktportfolio Schritt um Schritt aus.

Carlo Gavazzi werde das Augenmerk weiterhin auf die geografische Abdeckung richten und sowohl die Schlagkraft der direkten Verkaufskanäle als auch das Netzwerk von Vertriebsgesellschaften und Agenturen verstärken.

(AWP)