Emmi verdient im ersten Halbjahr deutlich mehr

Die Milchverarbeiterin Emmi hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2016 leicht mehr umgesetzt, aber deutlich mehr verdient.
23.08.2016 07:59
Emmi-Logo am Hauptsitz in Luzern.
Emmi-Logo am Hauptsitz in Luzern.
Bild: iNg

Für das Gesamtjahr sieht sie sich zudem auf Zielkurs und passt die Gewinnprognose leicht nach oben an Der Umsatz erreichte in der Periode von Januar bis Juni 1,59 Mrd CHF, was einem Plus von 2,0 Prozent entspricht. Organisch, das heisst bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, ging der Umsatz allerdings um 0,7 Prozent zurück. Der wesentliche Grund für diese Entwicklung seien die international tiefen Milchpreise gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT stieg derweil um 9,5 Prozent auf 92,5 Mio CHF, was eine Margenverbesserung auf 5,8 Prozent von 5,4 Prozent im Vorjahr ergibt. Der Reingewinn belief sich auf 60,8 Mio und lag damit um fast ein Drittel über dem Vorjahr, mit einer Marge von 3,8 Prozent (VJ 3,0 Prozent). Die deutliche Verbesserung beim Reingewinn sei unter anderem auf die nicht wiederkehrenden negativen Effekte aus der sprunghaften Erstarkung des Schweizer Frankens im Vorjahr zurückzuführen, heisst es.

Das Resultat lag umsatzmässig im Rahmen der Erwartungen, auf Gewinnstufe aber darüber. Analysten hatten (AWP-Konsens) hatten einen Umsatz von 1,592 Mrd, einen EBIT von 87,6 Mio und einen Reingewinn von 55,9 Mio CHF geschätzt.

Ausblick leicht erhöht

Bezüglich Ausblick geht Emmi nicht davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr 2016 wesentlich verändern werden. Das wettbewerbsintensive, volatile Umfeld und der tiefe Milchpreis würden auch im zweiten Halbjahr vorherrschen, heisst es dazu. Die Gewinn-Prognosen werden aber trotzdem leicht erhöht. Der EBIT wird neu bei 185 bis 195 Mio CHF gesehen (bisher 180-190 Mio), die Reingewinnmarge neu bei gut 3,5 Prozent (bisher gut 3,0 Prozent).

Bezüglich Umsatz erwartet Emmi ein Wachstum von -1 Prozent bis 1 Prozent (bisher 0-1 Prozent). Die Umsatzentwicklung im Jahr 2016 bleibe von der anspruchsvollen Situation auf dem Heimmarkt geprägt, wo Konkurrenzkampf, Importdruck und Einkaufstourismus anhielten, heisst es. Dennoch sei man zuversichtlich, in der Schweiz und in Europa die kommunizierten Ziele erreichen zu können. In der Division Americas zeichne es sich hingegen ab, dass das angestrebte organische Wachstum von 5-7 Prozent in diesem Jahr "wohl zu ambitiös" sei. Gründe dafür seien die tiefen Milchpreise in den USA sowie die wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen in Chile und Spanien.

(AWP)