Ems-Chemie erhöht die Gewinnprognose

Der Spezialchemiekonzern Ems ist im ersten Halbjahr 2016 sehr profitabel gewachsen. Die Erwartungen der Analysten werden übertroffen, die Gewinnprognose sowie die Dividende wird erhöht.
15.07.2016 07:42
EMS-Chefin Magdalena Martullo Blocher in einem früheren Interview mit cash.
EMS-Chefin Magdalena Martullo Blocher in einem früheren Interview mit cash.
Bild: cash

Der Spezialchemiekonzern Ems ist im ersten Halbjahr 2016 sehr profitabel gewachsen. So stiegen die Verkäufe von Januar bis Juni um 3,7% auf 1'002 Mio CHF. Man habe in allen Abnehmerbranchen ein ansprechendes Wachstum erzielt, teilte die Gruppe am Freitag mit.

Ein deutliches Wachstum mit hochmargigen Spezialitäten und eine unterproportionale Kostensteigerung trieben die Gewinnzahlen an: Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA lag mit 290 Mio CHF um 15% über dem Vorjahreswert, woraus sich eine EBITDA-Marge von 28,9% (VJ 26,0%) errechnet.

Der EBIT nahm gar um 16,6% auf 264 Mio zu und die entsprechende Marge um 2,9 Prozentpunkte auf 26,3%, so Ems weiter. Der Reingewinn im ersten Halbjahr wird jeweils erst gegen Ende August genannt.

Die Erwartungen der Finanzanalysten hat Ems-Chemie mit diesen Ergebnissen vor allen in Sachen Gewinn übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz des Chemiekonzerns lag bei 1,01 Mrd CHF und derjenige für den EBIT bei 249 Mio.

Aufgrund der "erfreulichen Entwicklung des Ergebnisses und der Liquidität" beabsichtigt der Verwaltungsrat ausserdem eine zusätzliche Dividendenerhöhung um 1,50 pro Aktie. Somit beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Ausschüttung von insgesamt 15 CHF je Anteil. Anfang Februar hatte das Unternehmen noch 13,50 CHF angekündigt; aufgeteilt in eine ordentliche Dividende von 11 CHF und eine ausserordentliche von 2,50 CHF.

Der Ausblick für das laufende Jahr wird ebenfalls etwas erhöht. 2016 geht das Unternehmen neu von einem EBIT über dem Vorjahreswert aus; das Adjektiv "leicht" wurde hier gestrichen. Unverändert zur bisherigen Prognose soll der Umsatz weiterhin leicht über dem Vorjahr liegen.

(AWP)