Energiekonzern  - Alpiq schreibt 2016 wieder Gewinn

Alpiq hat es im letzten Jahr aus den roten Zahlen geschafft, zahlt aber dennoch keine Dividende aus.
06.03.2017 07:30
Alpiq schreibt 2016 wieder Gewinn
Bild: ZVG

Der Reingewinn (nach IFRS) erreichte 294 Mio CHF nach einem Verlust von 830 Mio CHF im Vorjahr, als hohe Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark das Ergebnis belasteten.

Der EBITDA vor Sondereffekten liegt indes bei 395 Mio CHF und damit wie angekündigt unter Vorjahr. Tiefe Grosshandelspreise sowie ein ungeplanter Stillstand des Kernkraftwerks Leibstadt hätten die hiesige Stromproduktion als Haupttreiber belastet, teilt Alpiq am Montag mit. Das Reinergebnis vor Sondereinflüssen beträgt 115 Mio nach 46 Mio.

Der Umsatz sank 2016 im Vergleich zum Vorjahr auf 6,08 Mrd von zuvor 6,72 Mrd CHF. Der EBITDA nach IFRS erreichte 778 Mio nach 50 Mio, und der EBIT 379 Mio nach -511 Mio. Zuvor hatte die ZKB ein Reinergebnis von +134 Mio und Research Partners von +54 Mio geschätzt.

Die Aktionäre sollen erneut keine Dividende erhalten. Zudem bezahle Alpiq den Schweizer Konsortialaktionären weiterhin keinen Zins auf ihrem Hybriddarlehen, heisst es. Die öffentlich platzierte Hybridanleihe werde hingegen bedient.

Der Prozess der Öffnung des Wasserkraftportfolios von bis zu 49% ist indes nicht abgeschlossen. Man werde die Transaktion nur dann abschliessen, wenn alle drei Kriterien - Preis, vertragliche Konditionen und Transaktionssicherheit - erfüllt sind. Die internationale Stromproduktion und die regulierten, neuen erneuerbaren Energien wirtschafteten hingegen rentabel, heisst es.

Für das laufende Jahr rechnet Alpiq damit, dass das operative Ergebnis 2017 durch verschiedene Faktoren belastet sein wird: negative Währungseffekte aufgrund auslaufender Absicherungsgeschäfte, die vor dem SNB-Entscheid zur Aufgabe des Euro-Mindestkurses getätigt worden waren, der Ausfall des Kernkraftwerks Leibstadt sowie das äusserst herausfordernde Marktumfeld mit tiefen Grosshandelspreisen.

(AWP)