Energiespeicher-Hersteller - Leclanché weitet Verlust aus

Leclanché hat im ersten Halbjahr einen deutlich tieferen Umsatz ausgewiesen. Aufgrund des Auftragsbestandes rechnet das Unternehmen in Zukunft jedoch mit Wachstum.
26.09.2019 08:00
Hauptsitz von Leclanché in Yverdon-les-Bains.
Hauptsitz von Leclanché in Yverdon-les-Bains.
Bild: ZVG

Die Geschäftseinheiten sollen ab dem kommenden Jahr eigenständig organisiert werden und für Investitionen von langfristigen strategischen Aktionären geöffnet werden.

Der Umsatz im ersten Halbjahr betrug 7,0 Millionen Franken, verglichen mit 22,3 Millionen in der Vorjahresperiode. Leclanché macht verzögerte Projektfinanzierung bei dem Energiespeicherprojekt in St. Kitts und eine länger als erwartete Anlaufphase dafür verantwortlich. Zudem habe es Verzögerungen in der Produktion durch die Überprüfung der Zellfertigungsprozesse gegeben, hiess es weiter.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA weist einen Verlust von 28,6 Millionen Franken aus, nach einem Fehlbetrag von 22,8 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein Minus von 33,7 Millionen nach 25,2 Millionen im Vorjahr.

Steigende Umsätze erwartet

Für die zweite Jahreshälfte und für 2020 rechnet das Unternehmen mit steigenden Umsätzen, ohne jedoch eine quantifizierbare Grösse zu nennen. Die fest verbuchten Aufträge und Leistungen würden sich auf 100 Millionen Franken belaufen. Darin enthalten ist auch das bereits angekündigte Solar-Projekt in St. Kitts und Nevis. Mit dem Abschluss rechnet das Unternehmen bis November 2019.

Erwartet wird zudem ein Auftrag über 57 Millionen US-Dollar, der über eine Projektgesellschaft von einem US-Infrastrukturfonds erteilt werde. Leclanché gewinne weiterhin weltweit Aufträge in allen drei Geschäftseinheiten, hiess es weiter.

Die drei Einheiten "Stationary Storage", "eTransport Solutions" und "Specialty Battery System" sollen ab 2020 als eigenständige Einheiten mit eigener Erfolgsrechnung geführt werden. Diese sollen ausserdem für langfristige strategische Aktionäre geöffnet werden. Bestehende Aktionäre könnten zu Vorzugskonditionen in diese Geschäftseinheiten investieren, hiess es weiter.

(AWP)