Erfolgsrezept Brexit: Pfund-Schwäche beflügelt Exportindustrie

Die Aufträge für die britische Industrie haben sich nach dem Brexit-Votum so gut entwickelt wie seit zwei Jahren nicht mehr.
23.08.2016 14:32
Das schwache Pfund beflügelt die britischen Exporte.
Das schwache Pfund beflügelt die britischen Exporte.
Bild: Pixabay

Das entsprechende Barometer habe sich im August von minus 22 auf minus sechs Zähler verbessert, gab der Industrieverband CBI am Dienstag zu seiner Unternehmensumfrage bekannt.

Die kräftige Abwertung der Landeswährung Pfund habe die Nachfrage angekurbelt, werden doch Waren dadurch im Ausland günstiger. "Allerdings ist die Pfund-Schwäche ein zweischneidiges Schwert", sagte CBI-Expertin Anna Leach. "Es hilft zwar den Exporteuren, treibt aber auch Kosten und Preise nach oben". Denn Importe - von Rohstoffen über Maschinen bis hin zu Lebensmitteln - verteuern sich durch das billige Pfund.

Die Briten hatten sich am 23. Juni für einen Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. Die Londoner Notenbank befürchtet, dass die Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Verankerung des Landes auf die Konjunktur durchschlägt. Sie senkte deshalb den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent, um mit billigerem Geld die Nachfrage anzukurbeln.

(AWP)