Ermotti: «Es gibt andauernd neue Kosten»

UBS-CEO Sergio Ermotti ist zufrieden mit dem Sommer-Geschäftsgang seiner Bank. Er sagt im Video-Interview, wie das Kostensparprogramm vorankommt und wie es mit den Rückstellungen weitergeht.
28.10.2016 11:17
Sergio P. Ermotti ist seit rund fünf Jahren CEO der UBS Group.
Bild: cash

Die UBS hat in den Sommermonaten etwas mehr verdient als von Analysten geschätzt. Als Reaktion darauf setzt die UBS-Aktie im frühen Handel am Freitag zu einer Kurserholung an und steigt rund 1 Prozent. Der Gesamtmarkt liegt derweil 0,8 Prozent im Minus.

Ermotti ist zufrieden mit dem Zwischenresultat zum dritten Quartal. "Wir haben auf allen Ebenen gut und diszipliniert gearbeitet", sagt er im Video-Interview. Vor allem mit den Neugeldzuflüssen und dem Kostenmanagement ist Ermotti zufrieden.

Im Bereich Wealth Management hat die UBS 9,4 Milliarden Dollar eingesammelt. Bei den Kosteneinsparungen sieht sich der UBS-Chef auf Kurs, das bis Ende 2017 angestrebte Ziel von 2,1 Milliarden Franken zu erreichen. Derzeit steht die Grossbank bei 1,5 Milliarden.

"Wir sind sehr fokussiert, dieses Nettosparziel zu erreichen. Es ist nicht einfach. Es kommen andauernd neue Kosten von der regulatorischen Front." Ein neues zusätzliches Sparprogramm brauche es abernicht, wiederholte der UBS-Chef frühere Aussagen. 

Die Brexit-Entscheidung, die ins Ende des zweiten Geschäftsquartals fiel, beschäftigt die UBS weiterhin. Unlängst sagte Ermotti, seine Bank schliesse einen Abzug einiger ihrer Aktivitäten aus London nicht aus und sei auf alles vorbereitet. Konkrete Massnahmen hat die UBS bis heute noch nicht ergriffen.

Weiterhin wohl fühlt sich Ermotti mit den bislang gebildeten Rückstellungen für die laufenden Rechtsfälle. Wann es im US-Hypothekenfall zu einer Lösung kommen könnte, wollte er dagegen nicht spekulieren.

Im Video-Interview äussert sich UBS-Chef Sergio Ermotti auch zu zukünftigen Dividendenpolitik.

(AWP/cash)