Erwartungen an Draghi stützen Börsen in Asien

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch weiter zugelegt.
07.12.2016 08:30
Gewinnmitnahmen könnten in Asien - hier die Uferpromenade von Shanghai - jederzeit einsetzen.
Gewinnmitnahmen könnten in Asien - hier die Uferpromenade von Shanghai - jederzeit einsetzen.
Bild: Pixabay

Für Antrieb sorgte die Erwartung, dass die Furcht vor einer neuen Euro-Krise nach dem Nein beim Italien-Referendum die EZB bei ihrer Sitzung am Donnerstag zum Handeln bewegen dürfte. Eine Verlängerung des umfangreichen Anleihe-Kaufprogramms über den März 2017 hinaus wurde als wahrscheinlich angesehen.

"Nach dem Brexit und der US-Wahl haben die Finanzmärkte gelernt, dass sich die Kurse schnell wieder erholen, auch wenn das Ergebnis nicht so ausfällt wie erhofft - entweder, weil die wirtschaftlichen Folgen zu vernachlässigen sind, oder weil sie Zeit brauchen, um sich zu zeigen", sagte Stratege Tatsushi Maeno von Okasan Asset Management.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans lag 0,3 Prozent im Plus und erreichte damit den höchsten Stand seit fast zwei Monaten. In Tokio kletterte der Leitindex Nikkei um 0,74 Prozent auf 18.496 Punkte.

Es sei aber nur schwer vorstellbar, dass die nach der US-Präsidentenwahl begonnene Rally noch lange anhalte, sagten Händler. Gewinnmitnahmen könnten jederzeit einsetzen. Auch in Hongkong, an der südkoreanischen Börse in Seoul und am chinesischen Markt in Shanghai ging es leicht nach oben. Der Index in Australien legte knapp ein Prozent zu.

Bei den Einzelwerten stand in Tokio der Internet- und Mobilfunkkonzern Softbank im Fokus. Das japanische Unternehmen kündigte an, 50 Milliarden Dollar in den USA zu investieren. Dies schürte Spekulationen, dass SoftBank einen neuen Anlauf für eine Fusion seiner US-Mobilfunksparte Sprint mit der Telekom -Tochter T-Mobile US starten könnte. SoftBank-Aktien verteuerten sich um mehr als sechs Prozent.

Der Euro trat in Fernost bei 1,0720 Dollar auf der Stelle.

(Reuters)