Erwartungen nicht ganz erfüllt - Komax steigert 2016 bereinigten Reingewinn

Der Maschinenhersteller Komax hat im Geschäftsjahr 2016 mehr verdient. Beim Reingewinn und bei der Dividende wurden die Erwartungen unterschritten.
21.03.2017 07:54
Die Komax Gruppe ist ein global tätiges Technologieunternehmen, das sich auf Märkte im Bereich der Automatisierung konzentriert.
Die Komax Gruppe ist ein global tätiges Technologieunternehmen, das sich auf Märkte im Bereich der Automatisierung konzentriert.
Bild: cash

Der Betriebsgewinn (EBIT) legte - bereinigt um Einmaleffekte - um 14% auf rund 57 Mio CHF zu, entsprechend einer Marge von 15,3% (VJ 15,8%).

Der Reingewinn stieg um gut ein Fünftel auf 35,5 Mio CHF. Darin enthalten ist ein Verlust aus dem nicht fortgeführtem Geschäft (Medtech) von 4,0 Mio, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Gruppenergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten nahm um 9,5% auf 39,5 Mio zu.

Der Verwaltungsrat schlägt die Ausschüttung einer auf 6,50 CHF von 6,00 CHF je Titel erhöhten Dividende vor, davon 1,5 CHF aus Kapitaleinlagereserven. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 69%, wie es weiter heisst.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Komax die Erwartungen der Analysten beim Betriebsgewinn erreicht und bei Reingewinn sowie Dividende unterschritten. Der AWP-Konsens für den EBIT lag bei 57,0 Mio und für den Reingewinn bei 44,3 Mio CHF. Bei der Dividende wurde durchschnittlich mit einem Wert von 7,18 CHF gerechnet.

Zuversicht für 2017

Bereits im Januar hatte der Maschinenhersteller provisorische Zahlen zum Umsatz und Auftragseingang mitgeteilt. Gemäss den definitiven Zahlen wuchs der Umsatz um gut 18% auf 373,0 Mio CHF und der Auftragseingang stieg um 6,3% auf 370,2 Mio.

Aufgrund des Verkaufs der Sparte Medtech wurden die Vorjahreszahlen angepasst. Zudem kommt es durch den Wechsel auf Swiss GAAP FER von IFRS zu Veränderungen der Rechnungslegung. Komax hatte im Vorjahr zudem vier Akquisitionen getätigt, einen Standort in Mexiko errichtet und in einem Werk in Deutschland eine Restrukturierung durchgeführt.

Für das Jahr 2017 ist das Management zuversichtlich. Man werde ein Ergebnis erzielen, das im Einklang mit den strategischen Zielen 2017-2021 steht, heisst es. Nach den ersten beiden Monaten 2017 gehe man davon aus, dass die Dynamik in der Automobilindustrie hoch bleibe und weiterhin ein grosser Bedarf an Automatisierungslösungen für die Kabelverarbeitung bestehe.

(AWP)