Euro fällt unter Marke von 1,08 Franken

Die Schweizer Währung steigt am Dienstag auf ein Jahreshoch gegen den Euro.
14.06.2016 17:19
Von Daniel Hügli
Schweizerische Nationalbank in Zürich. Wie reagiert sie auf die Frankenstärke?
Schweizerische Nationalbank in Zürich. Wie reagiert sie auf die Frankenstärke?
Bild: cash

Der Franken-Euro-Kurs ist am Dienstag erneut stark in Bewegung. Der Franken durchbricht am Nachmittag kurz die Marke von 1,08 zum Euro. Gemessen an den Schlusskursen geschah dies zum letzten Mal Mitte Dezember 2015. Der Franken hat sich somit zum Euro innert weniger Tage von 1,11 auf 1,08 aufgewertet.

Die Marke von 1,08 wird von Devisenexperten als Grenze betrachtet, bei welcher die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Devisenmarkt verstärkt interveniert, um eine weitere Aufwertung des Frankens zu verhindern.

Bei der Commerzbank wird der aktuelle Abwärtstrend im Euro/Franken-Währungspaar als Signal der SNB an die Märkte gewertet, dass sie im Falle eines Brexit nicht das volle Risiko tragen werde, sondern Abwärtsbewegungen des Paares teilweise zulassen werde.

Hintergrund für die Frankenstärke ist die Flucht der Investoren in sichere Anlage-Häfen im Vorfeld des Referendums in Grossbritannien über einen möglichen Austritt des Landes aus der EU.