In Europa werden wieder mehr Autos verkauft

Ist das die Trendwende auf dem europäischen Automarkt? Zum ersten Mal seit September 2011 wurden mehr Fahrzeuge losgeschlagen als im Vorjahr.
17.05.2013 08:16
In Europa werden wieder mehr Autos gekauft.
In Europa werden wieder mehr Autos gekauft.
Bild: Bloomberg

Die Neuzulassungen seien im April um 1,7 Prozent auf 1.038.343 Autos gestiegen, teilte der europäische Branchenverband ACEA am Freitag mit. Das Plus dürfte zwar nur den zwei zusätzlichen Arbeitstagen im April 2013 zu verdanken sein. In den vergangenen Monaten waren die Neulassungen allerdings immer wieder prozentual zweistellig nach unten gerauscht.

Doch nicht überall in Europa konnten sich die Automärkte überholen. Während Deutschland (+3,8 Prozent), Spanien (+10,8%) und Grossbritannien (+14,8%) sogar zweistellige Zuwächse verzeichnen konnten, mussten Frankreich (-5,8%) und Italien (-10,8%) deutliche Rückgänge hinnehmen.

Deutsche Hersteller im Aufwind

Unter den grossen deutschen Herstellern verdarb lediglich BMW die Erfolgsbilanz: Die Neuzulassungen der Münchener gingen um 3,7 Prozent zurück. Daimler konnte hingegen seine Verkäufe um deutliche 10,7 Prozent steigern, wobei die Marke Mercedes (+12,7%) noch etwas besser abschnitt. Volkswagen steigerte die Neuzulassungen um immer noch 9,9 Prozent. Besonders Fahrzeuge der Marke Seat verkauften sich wie warme Semmeln (+37,5%). Die GM-Tochter Opel/Vauxhall setzte 1,9 Prozent mehr Fahrzeuge ab, während der Mutterkonzern sich wegen eines kräftigen Einbruchs bei Chevrolet (-28,8%) mit einem Minus von 4,5 Prozent anfreunden musste.

Ausserhalb der EU legten die Neuzulassungen dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge überwiegend zu. In den USA kletterte der Absatz um 8,4 Prozent nach oben. China verzeichnete sogar ein Plus von 18,8 Prozent, während es in Japan nur zu einem mageren Aufschlag von 0,7 Prozent reichte. In Brasilien legten die Neuzulassungen mit einem Plus von 29,6 Prozent besonders kräftig zu. In den Hoffnungsmärkten Russland (-8,0%) und Indien (-8,2%) gingen die Verkäufe hingegen deutlich zurück.

(AWP)