Europageschäft schiebt Fiat Chrysler an

Der Autobauer Fiat Chrysler macht dank guter Geschäfte in Europa weiter deutlich mehr Gewinn und steckt sich höhere Ziele.
27.07.2016 16:22
Fiat und Chrysler fusionierten im Januar 2014.
Fiat und Chrysler fusionierten im Januar 2014.
Bild: ZVG

Trotz insgesamt gesunkener Verkaufszahlen im ersten Halbjahr erwartet das Management von Fiat Chrysler (FCA) beim operativen Gewinn vor Sondereffekten (bereinigtes Ebit) für das laufende Jahr jetzt einen Wert von mehr als 5,5 Milliarden Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte das Unternehmen 5 Milliarden als Zielmarke ausgegeben. Auch für den Umsatz, den Gewinn vor Sondereffekten und die Verschuldung verbesserte FCA die Prognosen leicht.

Unterm Strich wuchs der Gewinn im zweiten Quartal um ein Viertel auf 321 Millionen Euro. Der Umsatz sank, auch aufgrund der rückläufigen Verkaufszahlen, um zwei Prozent auf 27,9 Milliarden Euro.

Der Konzern muss sich derzeit auch mit Ermittlungen von US-Aufsehern befassen, die Fiat Chrysler wegen angeblich geschönter Verkaufszahlen in den USA im Visier haben. Bereits im Januar hatte der Konzern den Vorwurf zurückgewiesen. Inzwischen haben sich auch die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC und das US-Justizministerium in die Ermittlungen eingeschaltet. Zudem hat das deutsche Verkehrsministerium die italienischen Behörden wegen der Abgaswerte einiger Modelle des Konzerns eingeschaltet - bislang aber ohne Ergebnis.

(AWP)