Europas Automarkt brummt wie vor der Krise

Europas Automarkt hat auch im Juni zugelegt: Mit 1,46 Millionen Fahrzeugen war das Verkaufsvolumen fast genauso hoch wie vor der Finanzkrise.
15.07.2016 08:32
BMW konnte seine Verkäufe um 16,3 Prozent steigern.
BMW konnte seine Verkäufe um 16,3 Prozent steigern.
Bild: ZVG

Mit 1,46 Millionen Fahrzeugen seien in der Europäischen Union 6,9 Prozent mehr zugelassen worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte der Branchenverband Acea am Freitag mit. Damit stieg der Absatz den 34. Monat in Folge. Das Verkaufsvolumen sei fast genauso hoch gewesen wie zuletzt im Juni 2007, kurz bevor die Finanzkrise die Automobilindustrie schwer getroffen hatte.

In Italien (+11,9%), Spanien (+11,2%) und Deutschland (+8,3%) legten die Neuzulassungen überdurchschnittlich zu. In Frankreich kletterten die Neuzulassungen lediglich um 0,8 Prozent nach oben. Im vor dem Verlassen der Europäischen Union (Brexit) stehenden Grossbritannien sanken die Neuzulassungen um 0,8 Prozent. Laut Verband war dafür hauptsächlich ein Rückgang bei privaten Verkäufen verantwortlich.

Unter den deutschen Herstellern büsste Volkswagen im Sog der Affäre um manipulierte Abgasmessungen auch im Juni Marktanteile ein. Insgesamt kamen die Wolfsburger lediglich auf ein Absatzplus von 1,5 Prozent. Von den grossen Marken legten lediglich Skoda (+9,2%) und Audi (+0,8%) zu. Die Hauptmarke VW verzeichnete ein Minus von 0,3 Prozent.

Die deutschen Konkurrenten Daimler und BMW glänzen hingegen mit deutlich überdurchschnittlichen Zuwächsen. Bei den Münchnern lag das Plus bei 16,3 Prozent, die Stuttgarter schlugen sogar 16,5 Prozent mehr Fahrzeuge los.

(AWP)