Eurozone - Erzeugerpreise fallen stärker als erwartet

Die Erzeugerpreise im Euroraum sind im Mai stärker gefallen als erwartet. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Dienstag lagen sie 0,4 Prozent unter dem Vormonatsniveau.
04.07.2017 11:42
Eine Metallfräse: Die Erzeugerpreise in der Eurozone sinken.
Eine Metallfräse: Die Erzeugerpreise in der Eurozone sinken.
Bild: Pixabay

Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, 3,3 Prozent höher. Im Vormonat hatte die Rate mit 4,3 Prozent deutlich höher gelegen.

Im Monatsvergleich lasteten vor allem die Energiepreise auf der Gesamtentwicklung. Energie war 1,3 Prozent spürbar günstiger als im Vormonat, während Verbrauchsgüter leicht teurer waren. Im Jahresvergleich war Energie dagegen spürbar teurer als vor einem Jahr. Am schwächsten stiegen in dieser Betrachtung die Preise von Gebrauchs- und Investitionsgütern.

Die Erzeugerpreise gelten als wichtiger Indikator für die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Die Herstellerpreise schlagen jedoch nur teilweise und mit zeitlicher Verzögerung auf die Verbraucherpreise durch.

(AWP)