Eurozone - Inflationsrate sinkt weiter unter EZB-Zielwert

Trotz der anhaltenden Geldflut der EZB hat sich die Inflation in der Euro-Zone abgeschwächt.
16.11.2017 11:00
Euronoten auf der Druckmaschine.
Euronoten auf der Druckmaschine.
Bild: Pixabay

Die Konsumentenpreise legten im Oktober nur noch um 1,4 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag auf Basis endgültiger Daten mitteilte. Im September war die Teuerung noch einen Tick höher. Die Europäische Zentralbank (EZB) erachtet einen Wert von knapp zwei Prozent als ideal für die Konjunktur.

Sie versucht seit längerem, mit Geldspritzen die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation nach oben zu treiben. Ab Januar will die EZB die monatliche Dosierung angesichts des anhaltenden konjunkturellen Aufschwungs im Währungsraum aber auf 30 Milliarden Euro halbieren. Die Transaktionen sollen noch bis mindestens September 2018 fortgesetzt werden. Experten halten danach eine weitere Verringerung der Käufe für möglich.

SNB oder EZB: Wer erhöht die Zinsen zuerst?

Ökonomen der Credit Suisse schliessen einen geldpolitischen Alleingang der Schweizerischen Nationalbank nicht länger aus (zum Artikel). Sind drei Grundvoraussetzungen erfüllt, könnte die SNB die Zinsen vor der EZB erhöhen. Und auch die Genfer Privatbank Pictet rechnet mit einer SNB-Zinserhöhung bereits im 2018 (zum Artikel). Wer erhöht Ihrer Meinung nach zuerst die Zinsen?

Die EZB.
72% (2624 Stimmen)
Die SNB.
28% (1009 Stimmen)
Gesamtstimmen: 3633

Preistreiber war im Oktober einmal mehr die Energie. Allerdings verteuerte sie sich mit 3,0 Prozent nicht mehr so stark wie noch im September mit 3,9 Prozent. Lebensmittel, Alkohol und Tabak kosteten diesmal 2,3 Prozent mehr. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,2 Prozent.

Die niedrigsten Inflationsraten im Euro-Raum wurden in Zypern (0,4 Prozent) sowie in Irland, Griechenland und Finnland (je 0,5 Prozent) gemessen. Am stärksten verteuerten sich die Lebenshaltungskosten in Litauen (4,2 Prozent) und Estland (4,0 Prozent). Deutschland lag mit einer Rate von 1,5 Prozent leicht über dem Durchschnitt.

(Reuters)