EZB-Chef Draghi warnt vor gestiegenen Risiken

Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt vor trüberen Aussichten für die Wirtschaft der Euro-Zone.
15.02.2016 15:30
EZB-Chef Mario Draghi.
EZB-Chef Mario Draghi.
Bild: Bloomberg

Die ersten Wochen des Jahres hätten gezeigt, dass die Euro-Zone und die Europäische Union mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert seien, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Montag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschusses des Europa-Parlaments in Brüssel. "Die Investitionen bleiben schwach, da gestiegene Unsicherheiten hinsichtlich der Weltwirtschaft und weitergefasste geopolitische Risiken die Stimmung der Investoren belasten." Um die Euro-Zone widerstandsfähiger zu machen, seien Beiträge aller Politikbereiche erforderlich. "Die EZB steht bereit, ihren Teil zu tun."

Der EZB-Rat werde seine Geldpolitik Anfang März überprüfen, sagte Draghi. Dann liegen der EZB neue Inflations- und Konjunkturprognosen ihrer Experten vor. Für das Gesamtjahr 2016 hatte die Notenbank noch im Dezember eine Inflationsrate von 1,0 Prozent veranschlagt. Diese Prognose wackelt inzwischen aber. Wird sie im März kassiert, würde dies Befürwortern einer noch lockeren Geldpolitik weitere Argumente liefern.

(Reuters)