EZB drosselt Tempo bei umstrittenen Anleihenkäufen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre umstrittenen Anleihenkäufe zurückgefahren.
04.10.2016 15:59
Der Hauptsitz der EZB in Frankfurt.
Der Hauptsitz der EZB in Frankfurt.
Bild: Bloomberg

In der Woche bis zum 30. September nahmen die Währungshüter öffentliche Schuldtitel im Volumen von 11,55 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie die EZB am Dienstag mitteilte.

In der Vorwoche waren es noch 15,41 Milliarden. Seit dem Start der Käufe im März 2015 wurden damit Anleihen der Euro-Länder und Regionen sowie Schuldtitel von staatlichen und supra-staatlichen Institutionen im Volumen von rund 1,06 Billionen Euro erworben.

Mit den Transaktionen will die EZB der Konjunktur auf die Sprünge helfen und die aus ihrer Sicht viel zu niedrige Inflation im Euro-Raum nach oben bewegen. Das Gesamtprogramm soll noch bis mindestens Ende März 2017 laufen und dann einen Umfang von 1,74 Billionen Euro haben.

Seit Juni gehören dazu auch Firmenanleihen. In der Woche bis 30. September kauften die Euro-Wächter Unternehmensanleihen im Umfang von 1,85 Milliarden Euro. In der Vorwoche waren es noch 2,32 Milliarden Euro gewesen.

(AWP)