EZB-Geldpolitik - EZB-Ratsmitglied Holzmann skeptisch zu weiterer expansiver Geldpolitik

Das neue EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann sieht die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank kritisch. Bei den Zinsen allerdings gäbe es noch Spielraum.
02.09.2019 06:53
Euro-Symbol und Turm der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Euro-Symbol und Turm der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Bild: cash

ZDas neue EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann sieht die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank kritisch. Auf die Frage, ob es noch weiter nach unten gehen könne, sagte der neue Gouverneur der österreichischen Notenbank am Sonntag dem Sender ORF. "Ich bin skeptisch gegenüber einer weiteren Ausweitung der Geldmenge, einer Senkung des Einlagezinssatzes". "Wenn sollte es eher in die andere Richtung gehen", ergänzte er. Holzmann löste am Wochenende Ewald Nowotny auf dem Chefposten der österreichischen Notenbank ab.

Aus Sicht der künftigen EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat die Notenbank dagegen bei den Zinsen falls erforderlich noch Spielraum nach unten. Die effektive Untergrenze bei den Schlüsselzinsen sei noch nicht erreicht, sagte sie vor kurzem. Die EZB hält ihre Leitzinsen seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Banken müssen zudem Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank parken. Der Einlagensatz liegt aktuell bei minus 0,4 Prozent.

(Reuters)