Facebook-Manager machen mehr und mehr Kasse

Die Facebook-Aktionäre dürften aufatmen: Gut ein Jahr nach dem Börsengang notiert die Aktie endlich wieder über dem damaligen Ausgabepreis. Immer mehr Personen aus der Führungsetage bringen aber die Gewinne ins Trockene.
28.08.2013 08:08
Von Lorenz Burkhalter
Facebook-Manager machen mehr und mehr Kasse
Bild: Bloomberg

Im Aktionariat von Facebook lässt man in diesen Tagen die Champagner-Korken knallen. 13 lange Monate nach dem Börsengang haben die Aktien des Börsenlieblings über den Ausgabepreis von 38 Dollar zurückgefunden.

Überschattet wird dieses Ereignis allerdings von Aktienverkäufen aus der Führungsetage des Unternehmens. Offenlegungsmeldungen an die US-Börsenaufsicht SEC zufolge haben sich in den vergangenen Wochen gleich zwei ranghohe Geschäftsleitungsmitglieder von Aktien der Firma getrennt. Darunter auch COO Sheryl Sandberg, welche sich kurz vor dem Wochenende von knapp 176000 Aktien im Gegenwert von 7 Millionen Dollar getrennt hat.

Schon Anfang Monat sorgte Sandberg für Schlagzeilen, nachdem sie auf einen Schlag 2,37 Millionen Aktien im Gegenwert von über 91 Millionen Dollar veräussert hatte. Nur wenige Tage zuvor trennte sich ein weiteres Mitglied der Geschäftsleitung von über 220'000 Aktien.

Sandberg hält weiterhin umfangreiche Aktienbestände

Gemäss marketwatch.com gehen die Aktienverkäufe von Sheryl Sandberg auf ein über mehrere Monate laufendes Verkaufsprogramm zurück. Auffällig sei allerdings, dass Sandberg den Verkauf eines beachtlichen Anteils vom Erreichen des ursprünglichen Ausgabepreises abhängig gemacht habe.

Doch selbst nach den Verkaufstransaktion der letzten Wochen halte sie noch immer umfangreiche Aktienbestände. Seit dem Börsengang im Juni vergangenen Jahres habe sich Sandberg erst von 12 Prozent ihrer Facebook-Beteiligung getrennt.

Experten zufolge werfen die Aktienverkäufe gleich mehrerer Führungskräfte bei Facebook dennoch Fragen auf. Möglicherweise seien die Aktien vergangene Nacht in New York gerade deshalb wieder unter die Marke von 40 Dollar gefallen. Anleger sollten auf der Hut sein.