Februar-Umfrage - Eurozone: Wirtschaft legt zu - Industrie hinkt hinterher

Der Privatwirtschaft in der Eurozone hat ihr Wachstum im Februar auf niedrigem Niveau leicht beschleunigt.
21.02.2019 10:15
Die Wirtschaft in der Eurozone zieht wieder leicht an (im Bild «Haus der Europäischen Union» in der Altstadt von Luxemburg).
Die Wirtschaft in der Eurozone zieht wieder leicht an (im Bild «Haus der Europäischen Union» in der Altstadt von Luxemburg).
Bild: cash

Der Einkaufsmanagerindex - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg um 0,4 Punkte auf 51,4 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Donnerstag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf 51,1 Zähler gerechnet. Das Barometer verharrt damit über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

"Die Eurozone kam auch im Februar kaum vom Fleck", sagt Markit-Chefökonom Chris Williamson. Das liegt nicht zuletzt an der Schwäche ihrer beiden grössten Volkswirtschaften. In Deutschland zeichne sich nur wegen des in guter Form befindlichen Dienstleistungssektors ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent im ersten Quartal ab, "während Frankreichs Wirtschaftskraft stagnieren oder leicht schrumpfen dürfte", sagt der Experte. "Die übrigen Länder schneiden aktuell so schlecht ab wie zuletzt Ende 2013, hier herrschte im Februar annähernd Stillstand."

Da sich die Unternehmen verstärkt auf den Brexit vorbereiten würden und die Proteste der "Gelbwesten" in Frankreich nachliessen, gebe es zumindest ein bisschen Auftrieb. "Insgesamt bleibt die Konjunkturentwicklung jedoch nach wie vor gedämpft", sagt Williamson. Schwachpunkt sei die Industrie, die erstmals seit Mitte 2013 Geschäftseinbussen vermeldete: "Und da sich das Auftragsminus hier weiter vergrösserte, dürfte sich in den nächsten Monaten auch der Produktionsrückgang beschleunigen."

(Reuters)