Februar-Zahlen - Inflation in der Eurozone zieht leicht an

Der Preisauftrieb im Euroraum hat leicht zugenommen, bleibt aber deutlich unter dem Ziel der EZB von knapp 2 Prozent.
15.03.2019 11:05
Neben der Energie verteuerten sich im Februar in der Eurozone vor allem unverarbeitete Lebensmittel überdurchschnittlich.
Neben der Energie verteuerten sich im Februar in der Eurozone vor allem unverarbeitete Lebensmittel überdurchschnittlich.
Bild: Pixabay

Im Februar stieg die jährliche Inflationsrate auf 1,5 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte. Im Januar lag sie bei 1,4 Prozent. Für Auftrieb sorgte erneut Energie, die sich im Februar zum Vorjahr um 3,6 Prozent verteuerte. Im Januar waren es nur 2,7 Prozent. Auch unverarbeitende Lebensmittel wie etwa Kartoffeln trugen überdurchschnittlich zur Teuerung bei: Die Preise für diese Produktgruppe zogen um 2,9 Prozent an (Januar: 1,8 Prozent).

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von "unter, aber nahe 2 Prozent an". Die EZB-Ökonomen kappten jüngst ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr auf 1,2 (bisher 1,6) Prozent. Auch in den kommenden beiden Jahren wird der Vorhersage zufolge das Ziel nicht annähernd erreicht. Die Währungshüter verfehlen es bereits seit dem Frühjahr 2013.

Angesichts dieser Entwicklung schlägt der finnische Notenbankchef Olli Rehn eine Reform der geldpolitischen Strategie vor: Es gehe darum, dass die Geldpolitik der EZB "glaubwürdig und effizient" bleibe. Rehns Vorstoss lässt aufhorchen, da er neben dem französischen Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau und dem deutschen Bundesbankchef Jens Weidmann als ein potenzieller Bewerber für den Posten des künftigen EZB-Chefs gilt. Amtsinhaber Mario Draghi gibt den Spitzenposten im Herbst ab.

(Reuters)