Filialsterben in Spaniens Bankenbranche geht weiter

Auch Spaniens Banken dünnen ihre Filialnetze immer stärker aus. Neben den niedrigen Zinsen macht der harte Wettbewerb auf dem Heimatmarkt den Geldhäusern zu schaffen.
24.12.2016 13:11
Spaniens Filialnetz ist dichter als anderswo: Strassenszene in Madrid.
Spaniens Filialnetz ist dichter als anderswo: Strassenszene in Madrid.
Bild: cash

Der Branchenfünfte Banco Sabadell will im nächsten Jahr 250 Niederlassungen schliessen, wie aus Unternehmenskreisen am Freitag verlautete. Das wären elf Prozent seiner Filialen. In diesem Jahr sollten 92 dichtgemacht werden. Mit BBVA hat auch das zweitgrösste spanische Geldhaus für 2017 weitere Einschnitte in Aussicht gestellt, nachdem für das ablaufende Jahr ein Abbau von 2000 Arbeitsplätzen geplant war. Branchenprimus Santander hat 2016 mehr als 1000 Stellen gestrichen und 450 Filialen geschlossen.

Neben den niedrigen Zinsen macht der harte Wettbewerb auf dem Heimatmarkt Spaniens Banken zu schaffen. Ihr Filialnetz ist dichter als in den meisten anderen Ländern Europas. Auf eine Niederlassung kommen lediglich weniger als 1500 Einwohner, während es in der Euro-Zone im Schnitt rund 2000 sind.

(Reuters)