FinanzboutiqueBellevue Group: Rekord bei den Kundengeldern

Die Finanzdienstleistungsgruppe Bellevue Group hat im ersten Halbjahr Ertrag und Gewinn gesteigert.
28.07.2017 08:04
André Rüegg ist CEO der Bellevue Group.
André Rüegg ist CEO der Bellevue Group.
Bild: ZVG

Der Geschäftsertrag nahm um 41% auf 49,9 Mio CHF zu. Der Konzerngewinn belief sich auf 9,8 Mio, womit das Vorjahresergebnis um knapp das Dreifache übertroffen wurde. Letzteres war allerdings bereits bekannt, hatte das Unternehmen doch am 20. Juli aufgrund provisorischer Zahlen einen Konzerngewinn von knapp 10 Mio gemeldet.

Nach der Einstellung der Brokerage- und Corporate-Finance-Aktivitäten im ersten Halbjahr 2017 fokussiert sich die Bellevue Group auf das Asset und Wealth Management. Die einmaligen Restrukturierungsaufwendungen von brutto 5,5 Mio wurden im ersten Halbjahr verbucht, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der wichtigsten Ertragsquelle der Gruppe, stieg auf 43,1 Mio von 29,8 Mio im Vorjahr. Im Handelsgeschäft resultierte ein Erfolg von 2,3 Mio nach einem Verlust von 0,6 Mio im Vorjahr. Rückläufig war dagegen das Zinsengeschäft, dessen Erfolg auf 1,3 von 1,9 Mio sank.

Die anvertrauten Kundenvermögen legten im ersten Halbjahr um 12% auf ein neues Rekordniveau von 11,8 Mrd zu. Davon fallen rund 8,6 Mrd auf das Segment Asset Management und rund 3,2 Mrd (inkl. Custody-Vermögen von 1,4 Mrd) auf die Bank am Bellevue.

Diese Entwicklung ist auf die Marktentwicklung und Anlageperformance von 653 Mio sowie auf den organischen Neugeldzufluss von 574 Mio zurückzuführen. Dies entspricht einem annualisierten Netto-Neugeld-Wachstum von 10,9% und liegt im anvisierten jährlichen Neugeld-Wachstum von 5% bis 10%.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr habe durch die seit Jahresbeginn günstigen Marktbedingungen Unterstützung erhalten, heisst es in der Mitteilung der Bank. Der Start des Vermögensverwaltungs- und Beratungsgeschäfts der Bank am Bellevue für unternehmerische Privatkunden sei vielversprechend verlaufen und gewinne an Dynamik.

"Dennoch bedarf die Neuausrichtung der Bank noch einiger Zeit, um die angestrebte Wirtschaftlichkeit zu erlangen", schreibt das Institut weiter. Die Wirtschaftlichkeit werde sowohl mit organischem Wachstum als auch über ausgewählte Akquisitionen angestrebt.

(AWP)